Das Auto gilt wegen seiner dicht nebeneinander montierten Hinterreifen als dreirädrig. Foto: 7aktuell.de/Kevin Lermer

Eine 16-Jährige hat mit einem umgebauten Auto einen Unfall gebaut. Es ist nicht der erste Überschlag mit einem derartigen Fahrzeug auf einer Straße im Rems-Murr-Kreis.

Kirchberg - Eine 16-Jährige hat sich am Freitagmorgen auf der Strecke zwischen Kirchberg und Affalterbach (Kreis Ludwigsburg) mit einem dreirädrigen Auto überschlagen. Die Jugendliche war auf die Gegenfahrbahn geraten und hatte einen Lastwagen gestreift. Durch die Kollision geriet das dreirädrige Fahrzeug ins Schleudern und überschlug sich letztlich. Die junge Fahrerin verletzte sich leicht, der Sachschaden wird auf 6000 Euro geschätzt.

Vor drei Monaten ein ähnlicher Vorfall

Der Überschlag ist nicht der erste spektakuläre Unfall mit einem so genannten Ellenator auf einer Straße im Rems-Murr-Kreis. Erst im Juni hatte ein 17-Jähriger einen solches Gefährt auf der Strecke zwischen Bittenfeld und Waiblingen aufs Dach gelegt. Der Teenager war allerdings mit ungefähr zwei Promille Alkohol im Blut und ohne gültigen Führerschein gefahren.

Ein Ellenator ist ein Pkw, der so umgebaut ist, dass er trotz seiner eigentlich vier Räder – zwei sind statt auf einer Hinterachse dicht nebeneinander montiert – als dreirädriges Kraftfahrzeug eingestuft wird. In Kombination mit der Drosselung der Motorleistung auf 15 Kilowatt darf er von Jugendlichen ab 16 Jahren mit dem Führerschein der Klasse A1 gefahren werden. Deshalb gilt er besonders bei Jugendlichen als interessant. Erfunden hat den Ellenator der Kfz-Mechaniker Wenzel Ellenrieder aus Dösingen im Ostallgäu.

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