Mit einer Plane abgedeckt ist ein Personenwagen, auf den auf der Autobahn A 6 bei Viernheim (Hessen) am 12. Juni 2015 am Stauende ein Lastwagen gefahren war. Foto: dpa

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 6 sterben zwei Menschen. Als Verursacher ist ein Lkw-Fahrer angeklagt. Er berichtet von einem plötzlichen Spurwechsel.

Mannheim - Zwei Jahre nach einem Verkehrsunfall mit zwei Toten ist ein Lastwagenfahrer in Mannheim wegen fahrlässiger Tötung zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht habe es als bewiesen gesehen, dass der Mann im Juni 2015 mit seinem Sattelzug bei Viernheim am Stauende auf ein Auto aufgefahren sei, sagte ein Justizsprecher am Montag. Der Wagen wurde in zwei weitere Fahrzeuge geschoben. Zwei Frauen kamen damals auf der A6 ums Leben.

Der Angeklagte hatte sich nach Prozessbeginn am Morgen bei den Hinterbliebenen der Opfer entschuldigt. Zum Unfallhergang habe der 38-Jährige gesagt, ein Wagen vor ihm habe plötzlich die Spur gewechselt, hieß es. Das habe zum Zusammenstoß geführt. Diese Version unterscheide sich von den Aussagen, die dem Gericht vorlägen, sagte der Justizsprecher. Im Verlauf der Verhandlung waren mehrere Zeugen und ein Sachverständiger gehört worden.

Das Gericht verurteilte den Mann auch zur Zahlung von 3000 Euro an eine soziale Einrichtung. Der Richterspruch ist noch nicht rechtskräftig. Beide Seiten haben eine Woche Bedenkzeit.

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