Mit Fahnen und Schafskulptur: die Unterzeichnung des Unesco-Antrags. Ungewöhnliche Fakten zum Schäferlauf in Markgröningen finden Sie in unserer Bildergalerie. Foto: factum/Bach

Die drei Schäferlaufstädte in Württemberg wollen mit einem gemeinsamen Antrag ihre Traditionsfeste zum Unesco-Weltkulturerbe machen. Derweil sucht eine Arbeitsgruppe nach Einsparmöglichkeiten in Markgröningen.

Markgröningen - Der Schäferlauf ist in Markgröningen Tradition und fünfte Jahreszeit zugleich. Nun soll er auch Unesco-Weltkulturerbe werden – jedenfalls, wenn es nach den Schäferlaufkommunen Markgröningen, Bad Urach und Wildberg geht. An diesem Mittwoch haben die Bürgermeister der drei württembergischen Städte, in denen noch ein Schäferlauf stattfindet, den Antrag dafür öffentlichkeitswirksam unterzeichnet. Mit dem gemeinsamen Vorgehen sollen die Erfolgschancen gesteigert werden. Der Markgröninger Bürgermeister Rudolf Kürner hat ein „allerbestes Gefühl“, dass die Bewerbung glücklich verläuft. Die Städte versprechen sich vom Unesco-Titel neue Zuschussmöglichkeiten für ihre Traditionsfeste und auch einen Werbeeffekt für die schwindende Schafhaltung. Die Bilanz des Markgröninger Schäferlaufs sieht für dieses Jahr derweil gut aus: „Die Besucherzahlen sind wieder auf einem normalen Niveau“ sagt Kürner. Weil die Stadt in jedem Jahr bis zu 300 000 Euro draufzahlt, soll nun eine Arbeitsgruppe Einsparmöglichkeiten finden. Für Kürner steht aber fest: „Abstriche an der Qualität kommen für mich nicht in Frage.“

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