Die Heilbronner Polizei hat eine 45-köpfige Sonderkommission eingesetzt. Foto: dpa

Mehr als 30 Hinweise hat die Polizei bekommen, wer die am Neckar bei Mosbach gefundene Tote sein könnte. Doch noch tappt die Polizei im Dunkeln, wer die Unbekannte war. Sicher ist nur eines.

Neckargerach - Vier Tage nach dem Fund einer Frauenleiche am Neckar-Ufer bei Mosbach ist deren Identität noch immer unklar. Wie ein Polizeisprecher am Montag sagte, sind über das Wochenende weitere Hinweise bei der Ermittlungsbehörde eingegangen. „Damit haben sich knapp über 30 Personen gemeldet, die Hinweise zur Identität der Frau gegeben haben. Die Anrufe kamen aus dem gesamten Bundesgebiet und werden zurzeit ausgewertet“, sagte der Sprecher. Auch sei ein Hinweis zu einem Auto eingegangen , das Mittwochabend nahe der Neckarbrücke in Neckargerach-Guttenbach (Neckar-Odenwald-Kreis) beobachtet worden sei. Ein Spaziergänger hatte die Tote dort gefunden.

Die Obduktion der Leiche hatte laut Polizei ergeben, dass die Frau umgebracht wurde. Die Polizei hatte Ende vergangener Woche ein Foto der Frau in den sozialen Medien veröffentlicht. Eine 45 Beamte zählende Sonderkommission „Ufer“ gehe sämtlichen Hinweisen nach und arbeite rund um die Uhr, sagte der Sprecher am Samstag weiter. Bei den Hinweisen gehe es etwa um vermisste Personen; aber auch um Menschen, die aus Sicht von Bekannten eine große Ähnlichkeit mit der toten Frau aufweisen. Details, etwa zur Todesursache, nannten Staatsanwaltschaft und Polizei nicht. Ob es konkrete Spuren zum Täter gibt, wollte der Sprecher nicht sagen. Die Unbekannte war 173 cm groß und leicht untersetzt und vermutlich zwischen 50 und 60 Jahre alt. Ihre Haare waren in einem ins gelb verlaufende blond gefärbt.

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