Ernst Ulrich von Weizsäcker ist am Samstag in Stuttgart mit dem Theodor Heuss Preis 2011 geehrt worden. Foto: dpa

Ernst Ulrich von Weizsäcker ist in Stuttgart mit dem Theodor Heuss Preis 2011 geehrt worden.

Stuttgart - Der Umweltwissenschaftler und Politiker Ernst Ulrich von Weizsäcker ist am Samstag in Stuttgart mit dem Theodor Heuss Preis 2011 geehrt worden. Der 71-Jährige erhielt die Auszeichnung für seine wegweisenden Beiträge zum Klimawandel und zum Umweltschutz, wie die Theodor Heuss Stiftung mitteilte.

Lösungen für Umweltprobleme

Mit außerordentlichem persönlichen Engagement suche er nach Lösungen für die globalen Umweltprobleme. Das Hauptanliegen des Neffen des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker ist die Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie. Nach seiner Auffassung ist eine Verdoppelung des Wohlstandes mit nur der Hälfte des Naturverbrauchs möglich. Seine Bücher „Faktor Vier“ und „Faktor Fünf“ schafften es in die Bestsellerlisten.

Im Bundestag für SPD

Von 1998 bis 2005 saß er für die SPD im Bundestag. SPD-Landeschef Nils Schmid hatte ihn vor der Landtagswahl als potenziellen Umweltminister in seinem Schattenkabinett vorgestellt. Der undotierte Preis geht auf den ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss (1884-1963) zurück. Er wird seit 1965 jährlich an Persönlichkeiten und Organisationen verliehen, die Beispiel geben für gesellschaftliches Engagement oder Zivilcourage.

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