Bei McDonald’s möchte man künftig offenbar mehr Wert auf den Umweltschutz legen. Foto: AP

Fast-Food-Riese McDonald’s plant offenbar ein Umdenken mit Blick auf Umwelt und Recycling. Britischen Medienberichten zufolge sollen Plastik-Strohhalme peu à peu aus dem Angebot genommen werden – auch in Deutschland?

Stuttgart - Bereits seit längerer Zeit setzen die Fast-Food-Riesen Burger King und McDonald’s auf Umweltschutz, Recycling und Wiederverwertung. So werden beispielsweise Burger-Boxen oder Trinkbecher größtenteils aus Papier und Pappe hergestellt.

Ein wirkliches Ärgernis ist indes seit jeher der verschwenderische Umgang von McDonald’s – und auch der Kunden – hinsichtlich der Plastik-Trinkhalme, die im Überfluss produziert und meist nach einmaligem Benutzen wieder weggeworfen werden. Ein Umstand, dem die amerikanische Fast-Food-Kette nun offenbar Einhalt gebieten möchte.

Britischen Medienberichten zufolge plant McDonald’s zeitnah die schrittweise Reduzierung der Produktion und Verwendung von Plastik-Trinkhalmen in seinem Sortiment. Demnach soll bereits ab Mai eine intensive Testphase beginnen, in der Kunden in mehr als 1000 Filialen nur noch Trinkhalme aus Papier erhalten; die Plastik-Version gibt es den Berichten zufolge nur noch auf direkte Nachfrage seitens der Kunden.

Ähnliche Pläne für deutsche Filialen?

Offiziell hat der Fast-Food-Gigant diese Meldungen bisher weder bestätigt noch dementiert. Und auch mit Blick auf etwaige Überlegungen in Deutschland hält sich McDonald’s bisher äußerst bedeckt. „McDonald’s hat sich weltweit zum Ziel gesetzt, dass bis 2025 sämtliche Verkaufsverpackungen wiederverwertet werden sollen“, wird Eva Rössler, Pressesprecherin von McDonald’s, bei CHIP zitiert. „Auch in Deutschland arbeiten wir mit Verpackungsexperten zusammen, um eine umweltfreundliche und kosteneffiziente Lösung für die McDonald’s Restaurants zu entwickeln.“

Ob und inwieweit die Plastik-Trinkhalme in Deutschland aus dem Angebot genommen werden, scheint also noch nicht final geklärt zu sein. Bereits jetzt aber wird in ausgewählten Filialen nur noch ein Strohhalm pro Kunde und Getränk ausgegeben – hier müssen die Kunden explizit an der Kasse fragen, sollten sie weitere Halme wünschen.

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