Auch die Honigbiene leidet stark unter Pflanzenschutzmitteln. Foto: dpa

Umweltschützer von BUND und Nabu erwarten von der Landesregierung mehr Maßnahmen gegen das Insektensterben im Südwesten. Sie sehen besonders die Landwirtschaft in der Pflicht.

Radolfzell - Naturschützer fordern die Landesregierung auf, konsequenter gegen das Insektensterben vorzugehen. Vor allem der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft müsse bis 2025 mindestens halbiert werden, erklärten die Landesgeschäftsführerin des BUND Sylvia Pilarsky-Grosch und der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle am Donnerstag in Radolfzell. Anlass war die Eröffnung der 42. Naturschutztage am Bodensee.

Hauptverursacher seien chemische Pflanzenschutzmittel

„Um heute noch das Ruder beim Insektensterben rumzureißen, brauchen wir eine konsequente Pestizidreduktion und sofort wirksame Maßnahmen zur Förderung der ökologischen Landwirtschaft“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. Experten seien überzeugt, dass die industrielle Landwirtschaft und der steigende Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel die Hauptverursacher des Insektensterbens seien.

Der Einsatz von Pestiziden müsse bis 2025 halbiert werden

Weitere Themen des mehrtägigen Kongresses sind unter anderem eine zukunftsfähige Mobilität in Baden-Württemberg und die ökologische Gerechtigkeit. Die Naturschutztage werden jährlich im Wechsel von den beiden Landes-Naturschutzverbänden organisiert. Nach eigenen Angaben sind sie das größte Treffen ehren- und hauptamtlicher Naturschützer im deutschsprachigen Raum.

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