Das Team der Nürtinger Waldorfschule präsentiert ihre „Stummelbeute“. Foto: privat

Nürtinger Achtklässler lesen Zigarettenstummel vom Boden auf. Die Aktion appelliert an das Bewusstsein von Rauchern wirbt für Recycling.

Nürtingen - Achtlos weggeworfene Zigarettenstummel begegnen einem in den Städten fast auf Schritt und Tritt. Die achte Klasse der Nürtinger Rudolf-Steiner-Schule hat nun mit einer Aktion auf diese Unsitte aufmerksam gemacht. Mit Handschuhen bewaffnet haben die Schülerinnen und Schüler in der Nürtinger Innenstadt Kippen aufgelesen und diese in Plastikflaschen gefüllt.

Das Ergebnis nach nur anderthalb Stunden Sammlung ist gleichermaßen imposant und erschreckend, wie die Fotos dokumentieren, die während der Aktion entstanden sind. Die Waldorfschüler wollen das Bewusstsein der Bevölkerung schärfen und eine Verhaltensänderung bei Rauchern bewirken. Denn die Stummel verschandeln nicht nur das Stadtbild, sie sind auch ein ernsthaftes Umweltproblem, wie die Achtklässler im Rahmen ihres Projekts herausgefunden haben. Die Kippen stellen eine Gefahr für das Grundwasser, für Kleinkinder und für die gesamte Tierwelt dar.

Der Flughafen Stuttgart geht mit gutem Beispiel voran

Die Schülerinnen und Schüler stießen bei ihren Recherchen dann auf TobaCycle. Der Verein will alle Kippen aus der Umwelt und dem Restmüll eliminieren. Mit dabei als Vorreiter in der Region ist der Flughafen Stuttgart. Dort werden auf dem gesamten Gelände Aschenbecherinhalte separiert, Stummel gesammelt, abgeholt und zu Granulat recycelt – ein Beispiel, das in der Wirtschaft aber auch in den Kommunen Schule machen soll, wie die Nürtinger Achtklässler finden.

Mit ihrem Projekt haben sie sich jetzt beim Umweltpreis der Stadtwerke Tübingen beworben und hoffen auf viele Stimmen auf www.swt-umweltpreis.de, um ihr Projekt noch mehr publik zu machen.

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