Ab in den Bagger: Der Korntal-Münchinger Bürgermeister Alexander Noak nutzt die Gunst der Stunde und setzt sich für den Startschuss für die neue Mehrzweckhalle ans Steuer.
Bagger fahren – viele träumen davon, manche haben tatsächlich die Gelegenheit dazu. Wie der Korntal-Münchinger Bürgermeister Alexander Noak (parteilos). Ein für die Stadt „historisches Großbauprojekt mit einem Finanzvolumen von 22,4 Millionen Euro ist etwas ganz Besonderes“, findet der Rathauschef. Da würden Spaten nicht ausreichen. „Daher möchte ich mit einem Baggerbiss den Baustart einläuten.“ Gesagt, getan. So erfolgt der Startschuss für den Bau der Mehrzweckhalle auf der bisherigen Festwiese beim Schulcampus in Münchingen mit einem Bürgermeister am Steuer einer Baumaschine.
Der Rathauschef ist froh, dass es nun losgeht, nachdem der Gemeinderat bereits im November 2023 den Baubeschluss gefällt hatte. Es hätte auch anders kommen können. „Die neue Halle bietet alles, was man sich von einer Mehrzweckhalle wünschen kann“, so Noak in Bezug auf die Funktionalität, Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit. Die Multifunktionshalle für sowohl Schulen als auch Sport-, Musik- und Kulturvereine bot und bietet aber auch Zündstoff.
Ein großer Knackpunkt: die hohen Kosten
Um den Neubau, der mit dem Abriss der veralteten Buddenberg-Halle aus dem Jahr 1956 verbunden ist, wurde lange gerungen. Mit der Sporthallenbedarfsanalyse im Jahr 2018 begannen die Diskussionen darüber, wie man den Bedarfen und Ansprüchen aller Nutzer am besten gerecht wird. Sanieren? Neu bauen? Wo und in welchem Umfang? Es gründete sich sogar ein Planungsbeirat.
Ein großer Knackpunkt waren immer die hohen Kosten. Den Ausschlag pro Neubau gab die Finanzspritze von sechs Millionen Euro vom Bund. Hinzu kommen 600 000 Euro vom Land.
Die Sporthalle am Freizeitbad wird saniert
In der 47 Meter breiten Dreifeldhalle finden künftig Sportunterricht, Trainings, Proben und Veranstaltungen statt. Platz für bis zu 800 Personen hat der Hallenbaukörper aus Glas mit einem Tragwerk aus Holz und aufgeklappten Sonnenschutzschotten, als Kontrast dazu gibt es einen Sockel mit sandfarbener Klinkerfassade. Das teils begrünte Dach erhält eine PV-Anlage sowie eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zur Strom- und Wärmeversorgung. Die Pläne basieren auf dem Siegerentwurf der 2BA Architekten mit dem Buero BB aus Stuttgart und Kern Landschaftsarchitektur aus Möckmühl. Sie hatten den europaweiten Wettbewerb gewonnen.
Fertig soll die neue Halle im September 2026 sein. Dann wird die Buddenberg-Halle abgerissen, später die fast 50 Jahre alte Sporthalle am Freizeitbad saniert.