Jens Spahn feilt an seinem Image des „Bad Boys“ in Merkels Kabinett. Foto: dpa

Seine Aussage, von Hartz IV könne man ganz ordentlich leben, brachte Gesundheitsminister Jens Spahn viel Kritik ein. Jetzt will er sich mit der Sozialbezügeempfängerin, die eine Petition gegen ihn startete, treffen.

Berlin - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will sich mit einer Frau treffen, die vorgeschlagen hatte, er solle einen Monat lang von Hartz IV leben. Dies bestätigte das Gesundheitsministerium am Montag auf Nachfrage. Die Frau aus Baden-Württemberg hatte nach Spahns umstrittenen Äußerungen zu Hartz IV auf der Online-Plattform „change.org“ die Petition „Herr Spahn, leben Sie für einen Monat vom Hartz IV-Grundregelsatz!“ gestartet, die schon über 150 000 Unterstützer gefunden hat.

Spahn hatte unter anderem mit der Äußerung, mit Hartz IV habe „jeder das, was er zum Leben braucht“, von vielen Seiten Kritik auf sich gezogen. Der Funke-Mediengruppe hatte der CDU-Politiker zudem gesagt, Hartz IV bedeute nicht Armut, sondern sei die Antwort der Solidargemeinschaft auf Armut. Er fügte hinzu: „Mehr wäre immer besser, aber wir dürfen nicht vergessen, dass andere über ihre Steuern diese Leistungen bezahlen.“

Ob Spahn sich auf das Experiment einlassen wird, bleibt unkommentiert

Ob Spahn sich auf das Experiment, einen Monat vom Hartz-IV-Grundregelsatz zu leben, einlassen wird, wollte das Gesundheitsministerium nicht kommentieren. Man werde sich treffen und dann weitersehen, sagte eine Sprecherin.

Was bei einer Zusage auf Spahn zukommen würde, wird aus der konkrekten Forderung der Petitionsstellerin klar: „Deshalb lade ich Sie ein, Herr Spahn: Meistern Sie für einen Monat Ihren Alltag zum Hartz IV-Grundregelsatz von 416,00 EUR im Monat.“

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