An dieser Kreuzung der beiden Landesstraßen bei Schwieberdingen werden Lastwagen großräumig umgeleitet. Foto: Werner Kuhnle

An den nächsten beiden Wochenenden müssen sich Autofahrer im Kreis Ludwigsburg auf Ungemach einstellen: Wegen Baustellen zwischen Möglingen und Schwieberdingen gibt es Sperrungen, auch die A-81-Ausfahrt Ludwigsburg-Süd ist betroffen.

Schwieberdingen/Möglingen - Verkehrsteilnehmer, die auf die Fahrbahnverbindungen südwestlich von Ludwigsburg angewiesen sind, müssen in den nächsten Wochen wieder gute Nerven haben. Wegen Bauarbeiten auf der Landesstraße zwischen Möglingen und Schwieberdingen (Kreis Ludwigsburg) stehen Straßensperrungen und Umleitungen auf dem Programm. Gefragt ist neben Geduld ein größeres Zeitbudget.

Vollsperrung Nummer eins

Auf der Strecke zwischen Schwieberdingen und Möglingen wird die Fahrbahndecke erneuert. Der Bauabschnitt mit dem Ersatz der oberen beiden Asphaltschichten beginnt am Freitag, 25. Oktober, um 12 Uhr. Bis zum Montag, 28. Oktober, um 6 Uhr sind die Bauarbeiter zwischen dem Abzweig zur Landesstraße in Richtung Kornwestheim und der Einmündung der Kreisstraße aus Richtung Möglingen zugange. Die Straße ist während dieser Zeit voll gesperrt. Die Zufahrt von Schwieberdingen in Richtung Möglingen ist aber weiterhin möglich. Der Verkehr zwischen Ludwigsburg und Schwieberdingen wird durch Möglingen umgeleitet. Lastwagen, die in Richtung Schwieberdingen wollen, werden über Möglingen auf der Landesstraße Richtung Kornwestheim und über die B 27 und die B 10 bis Schwieberdingen geführt – und umgekehrt genauso.

Vollsperrung Nummer zwei

Zwischen Freitag, 1. November, um 6 Uhr morgens, und Montag, 4. November, ebenfalls um 6 Uhr früh, geht es an die Sanierung des Abschnitts von der Einmündung der Kreisstraße aus Möglingen bis zur Kreuzung der beiden Landesstraßen bei Schwieberdingen. Wiederum ist eine Vollsperrung notwendig. Die Umleitung des Autoverkehrs zwischen Möglingen und Schwieberdingen führt über Markgröningen und die Weinstraßenkreuzung. Die Lastwagen werden auf derselben Strecke großräumig umgeleitet wie bei Abschnitt eins ein paar Tage zuvor.

Sperrung Nummer drei

Mit weiteren Komplikationen ist am Freitag, 25. Oktober, bei der Ausfahrt Ludwigsburg-Süd von der Autobahn 81 in Fahrtrichtung Stuttgart zu rechnen. Zwischen 12 und 15 Uhr ist keine Ausfahrt auf die Landesstraße möglich. „Schon ab 8 Uhr morgens wird es auf der Abfahrtsrampe Einschränkungen geben“, informiert das Regierungspräsidium Stuttgart (RP). An diesem Tag werden die Kontaktschleifen der Ampelanlage wiederhergestellt. Das soll den Verkehrsfluss von der Autobahn Richtung Ludwigsburg und Möglingen verbessern. Allen, die in diesem Zeitraum von der A 81 abfahren wollen, rät das Regierungspräsidium, bis zur Anschlussstelle Stuttgart-Zuffenhausen weiterzufahren, dort die Ausfahrt zu nehmen und dann auf der Autobahnseite Richtung Heilbronn in Ludwigsburg-Süd auszufahren.

Lesen Sie hier: Das Land investiert in die S-Bahn-Flotte

Zwei Paar Schuhe

Die ersten beiden Baustellen haben mit der dritten inhaltlich nichts zu tun. Die Regulierung der Ampel-Kontaktschleifen bilden den Abschluss von Sanierungsarbeiten, die schon in den Sommerferien über die Bühne gingen. „Damals wurde die Anschlussstelle Ludwigsburg-Süd so früh wie möglich wieder geöffnet, da auch in der Anschlussstelle Zuffenhausen Arbeiten stattfanden“, erklärt die RP-Sprecherin. Wegen des sehr engen Terminplans waren die Restarbeiten aber nicht mehr vor der Verkehrsfreigabe fertig geworden, so dass sie nun noch im Nachhinein erledigt werden müssen.

Reportage: So gefährlich leben Bauarbeiter auf der A 81

Die Schäden

Warum muss der Asphalt auf der Fahrbahn zwischen den Kommunen Möglingen und Schwieberdingen erneuert werden? „Es wurden Risse und an einigen Stellen Verdrückungen festgestellt, die durch die Straßenmeisterei zuvor schon oft bearbeitet wurden“, berichtet eine Sprecherin des Regierungspräsidiums. Nun sind die Probleme aber nicht mehr mit weiteren Ausbesserungen zu beheben.

Das Timing und die Kosten

Um die Unannehmlichkeiten während der Bauzeit so weit wie möglich einzudämmen, seien die Arbeiten extra über die beiden Herbstferien-Wochenenden verteilt worden, teilt das Regierungspräsidium mit. Die Behörde rechnet damit, dass in dieser Zeit etwas weniger Menschen auf den Straßen unterwegs sind. Die Fahrbahnerneuerungen kosten rund eine Million Euro. Kostenträger ist das Land Baden-Württemberg.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: