Wer aus der Straße Im Lauch kommt und diesem Schild folgt, fährt falsch. Foto: Caroline Holowiecki

Die Tuttlinger Straße in Stuttgart-Sillenbuch ist gesperrt. Doch mit der Umleitung stimmt etwas nicht. Die Netze BW gelobt Besserung.

Sillenbuch - Kein Durchkommen. Seit Wochen ist ein Pfropfen an der Tuttlinger Straße in Alt-Sillenbuch. Eine Baustelle blockiert Fahrzeugen den Weg. Seit Anfang Mai werden die Versorgungsleitungen für Wasser und Gas sowie die Stromleitungen neu verlegt. Ortskundige umfahren das Ganze geschwind durchs Wohngebiet. Für alle anderen gibt es ja die Umleitung. Die zeigt auf der Fahrt bergab kurz vor der Baustelle nach links ins Sträßchen Im Lauch, in der Oberwiesenstraße bei der Kirche wartet das nächste gelbe Schild. Es zeigt nach links. Also geht’s wieder bergauf zum Johann-Heinrich-Strauß-Platz. Dort hat der Fahrer die Wahl: weiter auf der Oberwiesenstraße oder rechts zur Eduard-Steinle-Straße. Aber wie auch immer er sich entscheidet: Den hinteren Teil der Tuttlinger Straße und etwa den Friedhof Alt-Sillenbuch wird er so nicht finden. Weil er falsch gefahren ist. Das Umleitungsschild an der Oberwiesenstraße muss nämlich richtigerweise nach rechts zeigen. Bergab geht es zur Straße In der Werre, dort wird die Umleitung nach rechts weitergeführt und – tada! – geschafft.

Fahrer werden auf halben Weg allein gelassen

Tatsächlich ist das schon lang so. Anwohnern scheint der Fauxpas aufgefallen zu sein. „Die drehen mir das immer um“, sagt auf der Baustelle der Vorarbeiter Johann Behlers. Er hat einen Plan in seinen Unterlagen, vom Ordnungsamt abgestempelt. Und darauf wird klar, was das Problem ist. Laut dieser Skizze ist an der Oberwiesenstraße auf Höhe der Kirche ein einziges Umleitungsschild vorgesehen, das schräg auf die Straße Im Lauch leiten soll. Es soll all jenen die Richtung weisen, die aus Alt-Sillenbuch hinauffahren wollen. Wer allerdings auf der entgegengesetzten Route unterwegs ist, wird auf halbem Weg allein gelassen. Auch der Bauarbeiter findet: „Normalerweise müssten da zwei Schilder stehen.“ Eben für jede Fahrtrichtung eines.

Und nun? Hans-Jörg Groscurth, ein Sprecher der Netze BW, macht sich vor Ort schlau – und erfährt, dass die Situation tatsächlich nicht eindeutig ist. Die beauftragte Baufirma rückt daraufhin aus. Mittlerweile stehen zwei Schilder da, die Autofahrer aus allen Richtungen zuverlässig leiten. Hans-Jörg Groscurth verspricht: „Wir werden ein Auge darauf haben, dass es so bleibt.“

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