Die Lokführer haben den längsten Streik in der Geschichte der Deutschen Bahn AG angekündigt. Foto: dpa

Facebook-Umfrage - Von Donnerstag bis Montagmorgen wollen die Lokführer streiken - das ist der längste Ausstand in der Geschichte der Deutschen Bahn AG. Das Verständnis bei den Kunden schrumpft zusehends. Wir haben gefragt, was unsere Leser von dem 91-Stunden-Streik halten. Die Reaktionen waren (fast) einhellig.

Stuttgart - Von Donnerstag bis Montagmorgen wollen die Lokführer streiken - das ist der längste Ausstand in der Geschichte der Deutschen Bahn AG. Das Verständnis bei den Kunden schrumpft zusehends. Wir haben auf Facebook gefragt, was unsere Leser von dem 91-Stunden-Streik halten. Die Reaktionen waren (fast) einhellig.

Die Mehrheit hat kein Verständnis mehr für den Streik. So wie Christian Krause, der es für Unmöglich hält, "Machtkämpfe auf den Rücken von Unbeteiligten auszufechten".

Jörg Hummer geht mit seinem Vorschlag noch einen Schritt weiter: "Es wäre an der Zeit die DB wieder zu verstaatlichen. Der Bahnverkehr gehört zur Grundinfrastruktur, welcher zur Verfügung stehen muss. Genauso wie der Briefverkehr und das Telefon bzw. das Internet. Wenn man meint, damit spielen zu müssen, dann sollte man auch die Konsequenzen zu spüren bekommen. Ich hoffe mal, dass der Bund jetzt handelt."

Stefan Heeg ist ebenfalls dafür, dass sich die Politik einmischt: "Ich bin für Streikrecht und Demokratie. Was aber diese kleine Spartengewerkschaft hier abzieht, nur um ihr Machtspiel gegenüber der anderen Eisenbahnergewerkschaft zu penetrieren, geht echt gar nicht..... Da müsste auch der Bund intervenieren ..."

An die teuren Monatskarten denkt Birgit Ebert:  "...absolut unmöglich! Es trifft mal wieder diejenigen die gar nichts dafürkönnen!
Eigentlich sollte jeder seine Monatskarte einschicken und das Geld für die Tage zurückfordern an denen man keine Leistung (für die man bezahlt hatte) in Anspruch nehmen konnte!
"

Max Power erinnert daran, dass es auch in anderen Berufen hohe Anforderungen gibt:  "Es gibt keinen wichtigeren oder unwichtigeren Beruf. Nur weil jemand mehr Verantwortung hat, muss er nicht mehr verdienen. Jeder Job hat andere Anforderungen. Lokführer - Verantwortung, Polizist - Gefahr, Putzkraft - ecklig, Bergbau - anstrengend. Es ist einfach nur komplett lächerlich, wenn Leute eine dreijährige Ausbildung (oder einjährige Umschulung!) machen und dann bei 2500 Brutto das Streiken anfangen."

Uli Demeter macht's kurz: "So ein Schwachsinn - alles auf dem Rücken der Bürger...."

Einige haben der Bahn sogar den Rücken gekehrt - wie etwa Sven Doleski: "Einer der Gründe warum ich meine Jahreskarte vorzeitig zurückgegeben habe und nun wieder mit dem Auto die 25 Kilometer zur Arbeit schleich!"

IRis La hält Streik für den falschen Weg:  "Ich habe kein Verständnis dafür. Man will mehr Geld für weniger Arbeit und wenn man das eben nicht bekommt legt man seine Arbeit nieder... wenn das jeder so machen würde wohin bewegt sich dann die Preispolitik insgesamt und was ist mit der Moral und Verantwortung der Arbeit gegenüber? Streiken ist für mich der falsche Weg. Das setze ich mit bocken kleiner Kinder gleich die ihren Willen nicht bekommen. Zumal wir hier nicht von Niedriglöhnen sprechen um die es geht. Denke jeder mal an Pflegeberufe die wirklich mehr Lohn bräuchten... schmeißen die ihre Arbeit einfach hin... nicht auszudenken was das an Folgen nach sich ziehen würde.
Ich finde diesen erneuten Streik einfach nur noch dreist und frech und habe absolut kein Verständnis dafür. Mehr Geld für mehr Leistung ja, aber anders herum und das bei bereits gutem Einkommen... "Unverständnis"!
"

Markus Belser ist der Geduldsfaden ebenfalls gerissen: "Absolute Unverschämtheit!!!! Langsam habe ich kein Verständnis mehr! Das Verkehrschaos ist jetzt schon vorprogrammiert! #gdl #streik von wem bekomme ich die Zeit bezahlt die ich sinnlos jetzt rumstehe?"

Allerdings gibt es auch Gegenstimmen, die den Lokführern Recht geben und ihre Solidarität bekunden. So wie Jörg Haufe: "Sehr gut Macht ordentlich Druck auf die DB liebe GDL. Meine Solidarität habt Ihr ." oder Phil Ipp:  "Ich finds gut."

Christoph Böckle erinnert an die Gewinne der Bahn: "Die DB ist ein Milliarden schweres Unternehmen, dazu noch staatlich Subventioniert. Dieser Gewinn wandert zu großen Teilen in die Privatschatullen des Unternehmens. Nur verständlich, das ein Berufsstand, täglich verantwortlich für Tausende Leben, der mit 2500 € brutto abgespeist wird, auf die Barrikaden geht."

Mauri Zio ist ebenfalls für den Streik: "Absolut richtig der Streik. Hände weg vom Grundrecht!!! Die Bahn soll sich jetzt mal ihrer Veranwortung klar werden und verhandeln!!!"

Stephan Walitschke versucht abzuwägen: "Es ist wie es ist! Natürlich werden viele betroffen sein, aber auf der anderen Seite ist der Streik das letzte Mittel in einem Arbeitskampf. Der Arbeitgeber soll ruhig mal die Zeit nutzen sich darüber Gedanken zu machen, dass es am Ende Menschen entscheiden was Menschen für ihre Arbeit verdienen!"

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