Nicht jeder verlässt die Toiletten auf Festivals so, wie er sie vorgefunden hat. Foto: dpa

Festivalbesucher sind einiges gewöhnt. Doch dreckige Toiletten nerven viele. Aber auch die Sicherheit ist angesichts der gewachsenen Terrorgefahr ein Thema, das viele bewegt.

Stuttgart - Sommerzeit ist Festivalzeit. Für viele Tausend Musikfans heißt es nun wieder: Klappstuhl, Zelt und Dosenbier einpacken und aufs Festivalgelände. Besucht werden Festivals nicht wegen der Musik, wichtig ist auch das gemeinsame Erlebnis mit Freunden und Bekannten. Doch bei allem Spaß gibt es auch ein paar Sachen, die so richtig nerven.

Keine Überraschung: Schlechtes Wetter kann auf Festivals zum Stimmungskiller werden. In einer aktuellen Umfrage von Statista und Yougov gaben 56 Prozent der Befragten an, sich davon stören zu lassen. Noch nerviger finden Festivalbesucher allerdings die oft überlaufenden Dixi-Klos (68 Prozent). Mit dem Schlafmangel kommen die meisten dagegen gut zurecht: Nur 15 Prozent empfinden die durchgemachten Nächte als unangenehm. Doch nach Ereignissen wie dem Anschlag auf das Ariana-Grande-Konzert in Manchester ist bei vielen Befragten, die dieses Jahr schon auf Festivals waren oder vorhaben, eines zu besuchen, die Angst um die eigene Sicherheit gestiegen. Jüngst wurde das Festival Rock am Ring wegen Terrorgefahr unterbrochen. 44 Prozent machen sich mehr Sorgen, das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Yougov-Umfrage in Kooperation mit dem Statistikportal Statista. Über die Hälfte (54 Prozent) wiederum nicht.

Die Angst vor Anschlägen ist dabei

Unabhängig davon findet die Gesamtbevölkerung, dass Festivals in den vergangenen Jahren zu teuer geworden sind (65 Prozent). Mehr als die Hälfte denkt zudem, dass zu viele Leute Festivals nicht wegen der Musik besuchen, sondern um sich zu betrinken (60 Prozent). Dass Werbepartnern auf Festivals zu viel Raum eingeräumt wird, denken dagegen nur 42 Prozent der befragten Deutschen.

Deutsche gehen gerne auf Festivals

Von den Deutschen war gut jeder Fünfte (22 Prozent) schon einmal auf einem Musikfestival in Deutschland. Knapp ein Viertel (24 Prozent) könnte sich vorstellen, auf eines zu gehen. Gut die Hälfte der Befragten (53 Prozent) hat dagegen kein Interesse, ein Festival zu besuchen. Besonders beliebt bei denjenigen, die dieses Jahr ein Festival besuchen wollen oder schon besucht haben, sind Rock am Ring/ Rock im Park (20 Prozent) und Wacken Open Air (20 Prozent). Die Hälfte der Festivalgänger besucht im Jahr im Schnitt ein Festival. Jeder Fünfte besucht zwei. Nur vier Prozent geben an, drei zu besuchen. Für die repräsentative Umfrage hatten Statista und Yougov im Juni Festivalbesucher online befragt.

Der Festivalsommer hat allerdings erst begonnen und lockt in den nächsten Wochen vor allem die Nostalgiker unter den Rock- und Popfans zu den Konzerten: Stars der 80er, 90er und 2000er bespielen im Juli Deutschlands Open-Air-Bühnen. Eine Zugnummer ist natürlich Elton John, der bereits im März mit Kollegen wie Lady Gaga, Ryan Adams oder Katy Perry seinen 70. Geburtstag gefeiert hat. In Deutschland hat Elton John drei Auftritte geplant – unter anderem am 5. Juli in Mannheim. Auch Sting kommt nach Baden-Württemberg. Der Sänger wird zusammen mit den Würth Philharmonikern bei einem Open-Air-Konzert am 23. Juli in Künzelsau auf der Bühne stehen. Nach Stuttgart kommt am 18. Juli die Punkband Bad Religion. Die steht inzwischen seit 35 Jahren auf der Bühne und singt gegen gesellschaftliche Missstände an. Bei neun Konzerten werden in diesem Sommer Element of Crime auf der Bühne stehen. Unter anderem auch am 14. Juli in Pforzheim und am 24. Juli in Darmstadt.

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