An Baustellen an der B 14 ist kein Mangel: sie haben aber nichts mit dem angestrebten Umbau zu tun. Foto: Lichtgut/Leif / Piechowski

Wer auf eine rasche Veränderung an der mehrspurigen Straße quer durch Stuttgart gehofft hat, muss enttäuscht sein. Das liegt nicht nur an der Komplexität des Vorhabens. Auch die Erwartungen im Rathaus sind nicht immer realistisch.

Das Tempo bei der Umgestaltung der B 14 zwischen Mineralbädern und Marienplatz ist ausbaufähig. Derzeit gestaltet sich der Fortgang des Vorhabens so wie häufig der Verkehr auf der mehrspurigen Straße: zäh fließend.

 

Unterschwellige Vorwürfe

Das ist bei großen Projekten der Stadtentwicklung nichts Ungewöhnliches, aber der Rück- oder Umbau der als Stadtautobahn wahrgenommenen Schneise geht tatsächlich bemerkenswert langsam vonstatten. Das ist aber noch kein Grund, der Stadtverwaltung, wie nun im zuständigen Gemeinderatsausschuss unterschwellig geschehen, Unwillen oder gar gezieltes Verschleppen vorzuwerfen.

Politischer Wille allein reicht nicht

Vielmehr müssen sich die Räte, die die Hoffnung auf schnelle, sichtbare Veränderungen geschürt haben, fragen, ob sie nicht allzu optimistisch vorangegangen sind und geglaubt haben, der politische Mehrheitswillen alleine reiche schon, um komplexe Veränderungen ins Werk zu setzen. Verwaltung funktioniert aber nicht nach dem Konzept: Jetzt versuchen wir mal etwas und dann schauen wir die Folgen an. Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht.