Mit ihrem Triumph in Gotha hat die LG-Filder-Athletin etwas erreicht, was noch keinem deutschen Läufer gelungen ist. Warum für sie die Zahl fünf dabei von großer Bedeutung ist.
Vier deutsche Meistertitel im Ultralauf hatte sie bereits geholt gehabt: über 50 und 100 Kilometer sowie im Sechs-Stunden-Wettbewerb und im Trailrun mit 3000 Höhenmetern. Nun, seit diesem Wochenende, ist die Sammlung komplett: Katrin Ochs ist auch der noch fehlende fünfte Triumph geglückt. Bei den nationalen Meisterschaften im 24-Stunden-Marathon rannte die 47-Jährige von der LG Filder souverän zum Sieg.
Im Schlosspark von Gotha spulte Ochs in der vorgegebenen Zeit 162 Runden ab und kam somit auf eine Laufstrecke von 212,89 Kilometern. Die Zweitplatzierte, Rabea Reinhold vom Husumer SV, schaffte rund acht Kilometer weniger. Obendrein bemerkenswert: Selbst von allen männlichen Teilnehmern war nur einer besser als Ochs, nämlich der Gewinner Norman Mascher-Aspensjö (SCC Berlin, 243,247 Kilometer).
Mit dieser fünften Ultra-Goldmedaille hat Ochs etwas erreicht, das bislang keinem deutschen Läufer gelungen war. „Die wechselnden Winde und teils kalten Regenschauer haben uns allen ziemlich zu schaffen gemacht. Aber ich bin glücklich, dass ich jetzt alle fünf Titel gewinnen konnte“, sagte sie. Und ihr Trainer Helmut Kustermann ergänzte: „Katrin hätte sogar noch einige Kilometer draufpacken können. Aber weil am Morgen ein Unwetter die Laufstrecke überflutet hatte, entschlossen wir uns, den Lauf etwas früher zu beenden.“ Ochs' Vorsprung war zu diesem Zeitpunkt bereits uneinholbar.