Die Flugbegleiter der Lufthansa sind weiter streikbereit. (Archivbild) Foto: dpa/Matthias Balk

1300 Flüge mussten laut der Lufthansa aufgrund des Streiks der Flugbegleiter gestrichen werden. Nun droht deren Gewerkschaft, dass auch bei vier Airline-Töchtern gestreikt werden könnte.

Frankfurt/Main - Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo droht erneut damit, ihre Streiks auf andere Lufthansa-Gesellschaften auszuweiten. In Gesprächen mit der Airline an diesem Wochenende über eine mögliche Schlichtung des Tarifkonflikts müsse „eine völlige Kehrtwende her“, sagte Ufo-Sprecher Nicoley Baublies am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Entweder wir haben eine Lösung oder wir werden eben verkünden, dass es eine massive Ausweitung geben muss. Weil wenn das noch nicht reicht, ja, dann müssen mehr Unternehmen streiken und dann muss es auch länger sein.“ Am Montag werde das weitere Vorgehen verkündet, sagte Baublies bei Protesten am Frankfurter Flughafen.

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Ufo: Vier Lufthansa-Töchter sind zum Streik bereit

Die Ufo bestreikt seit Donnerstagfrüh die Lufthansa-Kerngesellschaft. Die Lufthansa strich insgesamt 1300 Flüge und spricht von 180.000 betroffenen Passagieren. Die Ufo hatte schon am Montag mit einer Ausweitung gedroht. Nach Urabstimmungen ist sie auch bei vier Lufthansa-Töchtern streikbereit - bei Germanwings, Eurowings Deutschland, LufthansaCityLine und SunExpress Deutschland.

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Baublies sagte zugleich, er erhoffe sich, dass am Wochenende ein Vertrag für Schlichtungsgespräche unterschrieben werde. Die Ufo und die Lufthansa wollen dem Vernehmen nach am Sonntag beraten, ob sich der Tarifkonflikt für die 21 000 Lufthansa-Flugbegleiter per Schlichtung lösen lässt.

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