Isabella Heubach macht es sich und ihrer Familie gerne schön und steckt viel Liebe und Arbeit in die Dekoration von Haus, Balkon und Garten. Foto: Roberto Bulgrin

Viel Liebe und Arbeit steckt die Plochingerin Isabella Heubach in die Dekoration ihres Hauses. Mit Gespür für Ästhetik arbeitet sie alte Möbel auf und arrangiert innen wie außen ihre Funde in Verbindung mit Blumen und viel Grün.

An diesem Haus sind schon viele Menschen stehen geblieben. „Du bist ein Blumenhaus“ habe unlängst ein Mädchen anerkennend gesagt. Direkt an einem Schul- und Wanderweg gelegen, agiert Hausherrin Isabella Heubach regelrecht auf dem Präsentierteller und bietet Passanten einen Augenschmaus – seit Jahren.

 

Rund um ihr Anwesen in der Plochinger Halbhöhenlage gibt es sehr viel zu sehen und nichts ist dem Zufall überlassen. Jedes Fenster ist geschmückt, vor dem Hauseingang bilden bepflanzte Töpfe, Schalen, Gefäße, Kränze und Figuren ein Ensemble. Und trotz der großen Fülle herrscht Harmonie. Und das nicht nur außen.

Landhausstil in Halbhöhenlage

„Ich lebe hier von morgens bis abends, dann muss ich es mir auch schön machen“, erklärt Isabella Heubach ihre Motivation für ihr geschmücktes Anwesen und ihr Mann und die Familie tolerierten ihr Hobby. Die gebürtige Esslingerin hat ihr Haus im Landhausstil dekoriert und berichtet, wie ihre Sammlung Jahr für Jahr gewachsen ist, die sie zusammengetragen hat. Und dafür scheint ihr kein Weg zu weit. Einen Nachttisch beispielsweise habe sie einmal im Sperrmüll beim Spaziergang entdeckt und zwei Kilometer weit bis zum Auto getragen, berichtet die 61-Jährige, die auch häufig mit dem Fahrrad auf Entdeckungstour geht und schon manches Schätzchen aus dem Altmetall gerettet hat.

Mit weißer Farbe verwandelt die Hausherrin Fundstücke in wahre Hingucker. Foto: Roberto /Bulgrin

„Ich will erhalten und möglichst wenig wegwerfen“, berichtet die Mutter von vier erwachsenen Kindern ihren nachhaltigen Ansatz. Häufig brauche es nur etwas Farbe, und schon verwandle sich ein alter Stuhl oder ein unscheinbarer kleiner Tisch in ein schmuckes Dekoobjekt.

Apropos Stuhl: Besonders schmucke alte Exemplare hat Isabella Heubach für ihr Wohn- und Esszimmer ausgewählt. Ob ergänzend am Esstisch, als Blumenhocker oder als Tablettträger: wie man alten Stühlen ein neues Leben einhauchen kann, ist bei Isabella Heubach im Haus, auf dem Balkon und im Garten zu bewundern.

Die Hausherrin schätzt auch traditionelle Handwerkstechniken und so vereint sie Stühle ganz unterschiedlicher Stile, mal mit aufwendig gedrechselten Beinen, mal mit eher schlichter Anmutung. Und der Spagat durch die Epochen gelingt dank eines klaren Farbkonzepts.

Die Farbe Weiß dominiert. Nicht nur die von Heubach selbst aufgearbeiteten Möbel sind in schlichtem Weiß gehalten, auch die Küche und weite Teile der übrigen Einrichtung folgen diesem klaren Schema. Dabei stehen die moderne Couch, die Sideboards und die Vitrinen im Wohnzimmer mit ihrer schlichten Ästhetik in einem spannenden Kontrast und treten gegenüber der Dekoration gleichzeitig etwas in den Hintergrund.

Sattsehen kann sich das Auge stattdessen an Tabletts, auf denen die Hausherrin lauter kleine Welten präsentiert. Auf einem gusseisernen Ofen beispielsweise zeigt sie mit weißen Blumen bestückte, unterschiedlich hohe Glasvasen neben mattsilbernen Kerzenständern. Die ersten Ostereier künden genauso vom baldigen Frühjahrsbeginn wie nebenan ein Riesenei und Hasen aus weißem Porzellan.

Gärtnern und Dekorieren zählen zu den Hobbys

Mit feinem Sinn für Symmetrie hat die Hausherrin Keramikhühner, noch mehr Eier und Kaninchen neben der Haustür arrangiert. Die ersten Hornveilchen setzen Farbtupfer auf dem Balkon, wo eine Sammlung alter Zinkkannen gleich noch an ein weiteres Hobby der sportlichen Bewohnerin erinnert: das Gärtnern.

Am besten ungefüllte und damit insektenfreundliche Blüten haben es Isabella Heubach angetan, die von sich sagt: „Ich bin gern draußen, das ist für mich erfüllend, auch wenn man abends kaputt ins Bett fällt.“ Heubach, die einer Esslinger Gärtnerfamilie entstammt, hat auch ein Herz für Tiere. Acht Schwalbennester hat der Nabu am Haus angebracht, und am Zaun lädt eine ganze Sammlung Insektenhotels zum Bewohnen ein.