Der Motorenbauer empfiehlt den Aktionären, das Angebot von Daimler und Rolls-Royce anzunehmen.

Friedrichshafen - Der Motorenbauer Tognum empfiehlt seinen Aktionären, das aufgestockte Übernahmeangebot von Daimler und Rolls-Royce anzunehmen. Die Spitzenmanager des Friedrichshafener Unternehmens wollen auch ihre eigenen Aktien einbringen. Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat halten rund fünf Prozent der Anteile.

„Gemeinsam mit Daimler und Rolls-Royce schaffen wir einen weltweiten Technologieführer für Antriebssysteme und dezentrale Energieerzeugungssysteme“, teilte Vorstandschef Volker Heuer am Mittwoch mit. „Wir stärken damit die hervorragende Marktposition der Tognum-Gruppe und verbessern deutlich unsere Zukunftsperspektive.“

Wochenlang ging es hin und her

Damit hat Tognum den Widerstand gegen die Offerte endgültig aufgegeben. Das Bieterduo hatte nach wochenlangem Tauziehen um den Preis das Angebot von 24 Euro auf 26 Euro je Aktie erhöht. Der Weg zur Übernahme ist für Daimler und Rolls-Royce damit frei. Mit dem Anteil der Tognum-Manager und den 28,43 Prozent, die Daimler mitbringt, kommen die Bieter deutlich über die erforderliche Schwelle von 30 Prozent.

Ursprünglich wollten der britische Turbinenbauer und die Schwaben das Angebot nur durchziehen, wenn sie mehr als 50 Prozent der Aktien bekommen. Mit dem Absenken der Schwelle entziehen sie nun Spekulanten die Grundlage, die versuchen könnten, den Preis weiter in die Höhe zu treiben. Die Aktionäre haben bis zum 1. Juni Zeit, ihre Aktien anzudienen.

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