Im Labor kommen die Ermittler dem Tatverdächtigen auf die Spur. Foto: dpa (Symbolbild)

Ein Räuberduo überfällt im Sommer eine vierköpfige Gruppe. Die Täter können unerkannt entkommen, auch Zeugen findet die Polizei nicht. Doch die moderne Kriminaltechnik kann helfen.

Stuttgart - Bei der Rangelei mit den vier Opfern hat ein Tatverdächtiger am Fuße der Sünderstaffel im August offenbar ein bisschen Blut verloren. Genug, damit die Polizei ihm nun auf die Spur kam. Sie nahm am Dienstag einen 20-jährigen Mann fest, der am 19. August zusammen mit einem Komplizen eine vierköpfige Gruppe an der Diemershaldenstraße eine vierköpfige Gruppe überfallen und ausgeraubt haben soll, meldet die Polizei.

Der Tatverdächtige ist für die Polizei kein Unbekannter

Der nun gefasste Heranwachsende und sein noch nicht ermittelter Komplize sollen die vier Jugendlichen im Alter von 17 und 18 Jahren an jenem Sommerabend mit einem Elektroschocker und einem Messer bedroht haben. Sie forderte Geld und Handys, schlugen ihre Opfer und erbeuteten auch einiges: Mit drei Mobiltelefonen, zwei Gürteltaschen einer Halskette und Bargeld machten sich die Angreifer aus dem Staub. Sie flüchteten in Richtung Stafflenbergstraße. Eines der Opfer hatte beim Angriff leichte Verletzungen erlitten. Weder eine Fahndung nach dem Überfall noch ein Zeugenaufruf mit einer detaillierten Täterbeschreibung brachten die Polizei auf die Spur der beiden Räuber.

Das gelang nun aufgrund des DNA-Abgleichs. Wegen früherer Straftaten, die schwer genug waren, um das Erheben einer DNA-Probe des nun 20-jährigen Tatverdächtigen zu rechtfertigen, konnte die Polizei das am Tatort gefundene Material mit der Datenbank des Landeskriminalamts abgleichen. Der Treffer verriet den mutmaßlichen Räuber. Der junge Mann kam auf Antrag der Staatsanwaltschaft vor den Haftrichter und sitzt nun in Untersuchungshaft.

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