U.D.O. werden das LKA rocken. Foto: Veranstalter

Eingeweihte wissen es schon längst: Der Bandname U.D.O. spricht sich anders aus als der Vorname des Frontmannes Udo Dirkschneider. Kenner der Band artikulieren jeden Buchstaben einzeln, und zwar auf Englisch. Aber das ist eher Nebensache. Wichtig ist die Nachricht, das U.D.O. auf Tournee sind, das neue Album „Steelfactory“ vorstellt. Am 3. Februar macht die Band im LKA Longhorn Station.

Entstanden sind die Songs auf ganz klassische Weise. „Ich bin kompositionsmäßig wieder zu den Wurzeln zurückgekehrt“, sagt der Frontmann. Die Musiker haben sich ins Band-eigene Studio quasi eingeschlossen, Ideen ausgetauscht, probiert, miteinander gespielt. „Von Angesicht zu Angesicht“, wie Dirkschneider beschreibt. „Das war eine echt fruchtbare Teamarbeit. Das machen wir beim nächsten Album wieder so.“ Dass die Songs, die dabei entstanden sind, immer wieder an den Sound der Band Accept erinnern, ist dabei kein Zufall.

Dirkschneider war seinerzeit Mitbegründer und über viele Jahre auch Mitglied dieser Band. In den vergangenen drei Jahren haben Udos Jungs im Rahmen eines Spezialprojekts unter dem Namen Dirkschneider nur Accept-Nummern gespielt, und zwar mit ziemlich großem Erfolg. Aus den ursprünglich geplanten 20 Auftritten sind dann kurz mal 300 geworden. Das sei so nicht geplant gewesen, sagt Udo Dirkschneider. „Aber manchmal laufen die Dinge anders als geplant.“

Diese von Musik kommt von innen raus

Nun aber ist es wieder Zeit für U.D.O. Mit von der Partie ist seit drei Jahren Udo Dirkschneiders Sohn Sven an den Drums. Der bekomme jedoch keine Extrawürste gebraten, wie der Vater betont. Zum aktuellen Line-up gehören außerdem die Gitarristen Dee Dammers und Andrey Smirnov sowie Bassist Tilen Hudrap. Dass U.D.O. mit ihrem Heavy-Metal-Sound und einem Repertoire von um die 160 Titeln seit mehr als drei Jahrzehnten das Publikum von den Hockern reißen, hat gute Gründe.

„Das ist handgemachte Musik, was heute nicht selbstverständlich ist“, sagt Dirkschneider. „Diese Art von Musik kommt von innen raus und ist ehrlich. Viele unserer Songs wird es noch in 20 oder 30 Jahren geben.“ Ein gutes Beispiel hat er auf Anhieb parat: Der Titel „Balls to the Wall“, vor 35 Jahren geschrieben, funktioniert auch heute noch. Viele der Teenager, berichtet er, kannten die Songs bei den jüngsten Live-Auftritten.

Überhaupt sind Live-Konzerte etwas Essenzielles, wie er findet – und nicht nur aus finanzieller Sicht. „Es ist toll, wenn man in die Gesichter schaut und die Leute mit dem Gefühl nach Hause gehen sieht, dass sie einen super Abend hatten.“

U.D.O.: 3. Februar, 19 Uhr, LKA Longhorn, 07 11 / 84 96 16 72

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