Allen Grund zu feiern haben die Junioren des VfB Stuttgart. Foto: Pressefoto Baumann

Die U-19-Junioren des VfB Stuttgart haben es geschafft und den DFB-Pokal gewonnen. Wir liefern die Reaktionen von Präsident Wolfgang Dietrich und Sportvorstand Thomas Hitzlsperger, die live in Potsdam dabei waren.

Potsdam - Der grüne, längliche Karton, auf dem kurz vorher noch der goldene Pokal stand, musste dran glauben. Mit wilden Trommelhieben malträtierten die Jungs des VfB Stuttgart das arme Ding, das fast in sich zusammenfiel wie ein Kartenhäuschen. Den frisch eroberten DFB-Pokal behandelten die U-19-Junioren des VfB etwas lieblicher, der Pott wurde am späten Freitagabend im Karl-Liebknecht-Stadion zu Potsdam-Babelsberg gestreichelt, geküsst und in den lauen Wind gereckt.

Der Pokal bekam also seinen Höhenflug – und die VfB-Junioren auch. 2:1 im Pokalfinale gegen RB Leipzig, was für ein Triumph. Am 2. Juni winkt nun sogar noch der Gewinn des Doubles, dann geht es im Endspiel um die deutsche A-Jugend-Meisterschaft in Großaspach gegen Borussia Dortmund.

Dietrich stürzt sich in die Jubeltraube

Am Freitag nun wurde der erste Titel gefeiert – mit prominenter Unterstützung. Präsident Wolfgang Dietrich, Sportvorstand Thomas Hitzlsperger und Finanzchef Stefan Heim waren dabei in Potsdam – und insbesondere Dietrich war nach dem Sieg überglücklich. Er ging nach dem Schlusspfiff auf den Platz und stürzte sich in die Jubeltraube, um jeden Spieler einzeln in den Arm zu nehmen - und lobte dann gegenüber unserer Redaktion die Mannschaft. „Das Team ist extrem geschlossen“, sagte Dietrich, „es ist eine gewachsene Einheit. Trainer Nico Willig hat die Jungs schon in der U 17 entwickelt, jetzt ging es in die U 19 hinein – wenn man Kontinuität schafft, hat man einen Erfolgsfaktor.“

2001 hatte es den bis dato letzten Pokalsieg der VfB-Jugend gegeben. „Das war jetzt eine lange Durststrecke“, sagte Dietrich dazu auf dem Rasen des Karl-Liebknecht-Stadions und betonte, dass der Verein in seiner Amtszeit viel Geld in die Jugendarbeit gesteckt habe: „Auch dank der Ausgliederung haben wir 25 Prozent mehr in den Nachwuchs investiert als früher, es kostet ja auch Geld, die Jungs zu halten, diese Jungs hier haben alle Vertrag - und ich gehe davon aus, dass sie irgendwann mal in den Profikader reinwachsen können.“ Aus der U 17, ergänzte das Vereinsoberhaupt, komme auch noch einiges nach. Und dann betonte Dietrich noch dies: „Es besteht die Hoffnung, dass wir irgendwann mal wieder echte Junge Wilde haben.“

Hitzlsperger gefällt die Geschlossenheit

Das wiederum fände auch der aktuelle U-19-Trainer Daniel Teufel ziemlich dufte. Teufel betonte nach dem Pokal-Triumph den „tollen Charakter“ seiner Jungs: „Wir sind ein Team, und am Ende gewinnt man nur als Team. ‚Gemeinsam zum Ziel‘, dieses Credo haben wir zuletzt auf jedes Plakat in der Kabine geschrieben.“

Auch Thomas Hitzlsperger gefällt diese Geschlossenheit, der Sportvorstand umarmte den Trainer innig nach dem Schlusspfiff und sprach hinterher die Glückwunsche aus. „Die Jungs haben sich das einfach verdient“, sagte er, „man sieht, dass sie immer Gas geben, das ist eine tolle Sache für uns alle.“

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