Primoz Prost (li,, neben Johannes Bitter) muss sich für die Saison 2021/22 auf einen neuen Kollegen im Tor des TVB Stuttgart einstellen. Foto: Baumann

Noch will es keiner bestätigen, doch die Anzeichen verzichten sich: Nationaltorwart Johannes „Jogi“ Bitter wird den Handball-Bundesligisten TVB Stuttgart am Saisonende verlassen.

Stuttgart - Er spielt derzeit bei der WM für Deutschland und gehört auch mit 38 Jahren noch zu den begehrtesten Torhütern der Welt. Das bekommt nun auch der TVB Stuttgart zu spüren: Nach Informationen unserer Redaktion wird Johannes „Jogi“ Bitter den Handball-Bundesligisten nach fünfeinhalb Jahren im kommenden Sommer verlassen. Trotz vieler anderer Angebote, darunter auch vom FC Barcelona und von Frisch Auf Göppingen, deutet alles auf einen Wechsel zum HSV Hamburg hin.

 

Söhne leben in Hamburg

Mit dem aktuellen Tabellenführer der zweiten Liga feierte Bitter seine größten Erfolge. In seiner Zeit von 2007 bis 2016 gewann er mit dem HSV den DHB-Pokal (2010), die deutsche Meisterschaft (2011) und die Champions League (2013). Bitter pendelt seit seinem Wechsel zum TVB zwischen Stuttgart und Hamburg. Seine Söhne leben in der Hansestadt. Und der Club kann seine Erfahrung bestens gebrauchen: Derzeit stehen beim Team von Trainer Torsten Jansen – Bitters Weltmeister-Kollege von 2007 – Eigengewächs Marcel Kokoszka (22) und Jonas Maier (27/früher TVB Stuttgart und SG BBM Bietigheim) zwischen den Pfosten.

Lesjak bleibt in Hannover

TVB-Geschäftsführer und -Trainer Jürgen Schweikardt sagte zu der Personalie nur so viel: „Wir sind, was die Torhüterposition für die neuen Saison anbetrifft, in Gesprächen. Zum Stand der Verhandlungen werde ich mich nicht äußern.“ Offenbar wurde zumindest für die Zeit während der WM Stillschweigen vereinbart. Beim TVB dürfte die Suche nach einem Nachfolger auf Hochtouren laufen. Zwar werden durch den bevorstehenden Abgang von Bitter beträchtliche Mittel frei, doch es muss auch ein qualitativ hochwertiger Ersatz für die bisherige Lebensversicherung her. Einer der möglichen Kandidaten, der slowenische Nationaltorwart Urban Lejsak, kann von der Liste gestrichen werden.

Prost hat verlängert

Der 30-Jährige bleibt, genauso wie der Ex-Bietigheimer Domenico Ebner, bei Bundesligarivale TSV Hannover-Burgdorf. Klar ist für den TVB also nur: Die bisherige Nummer zwei Primoz Prost (37) wird auch in der neuen Saison für Stuttgart spielen.