TVB 1898 Stuttgart Zwei Siege müssen noch her

Von jüf 

Kasper Kisum: Sein fünf Tore für den TVB in Wetzlar reichen nicht zu einem Punktgewinn Foto: Baumann
Kasper Kisum: Sein fünf Tore für den TVB in Wetzlar reichen nicht zu einem Punktgewinn Foto: Baumann

Der ersatzgeschwächte Handball-Bundesligist TVB 1898 Stuttgart unterliegt bei der HSG Wetzlar mit 20:24. „Zwei Siege brauchen wir noch“, lautet die Rechnung von TVB-Geschäftsführer Jürgen Schweikardt im Kampf gegen den Abstieg.

Wetzlar/Stuttgart - Mit 20:4 Punkten ist die HSG Wetzlar die drittheimstärkste Mannschaft der Handball-Bundesliga. Dort etwas zu holen gehört für einen Aufsteiger nicht zum Pflichtprogramm. Dennoch wäre für den TVB 1898 Stuttgart bei den Mittelhessen mehr drin gewesen als die 20:24(8:11)-Niederlage. „Wir haben wieder mal ein paar Minuten lang zu viele einfache Fehler gemacht“, haderte TVB-Geschäftsführer Jürgen Schweikardt über die Phase zwischen der fünften und 13. Minute. Aus der Bittenfelder 3:2-Führung machte die HSG um den treffsicheren Europameister Jannik Kohlbacher (sieben Tore) eine 8:3-Führung. Der TVB kam vor 4421 Zuschauern nicht mehr heran. Daran änderten die fünf Tore des besten TVB-Werfers Kasper Kisum genauso wenig etwas wie die Paraden von Jogi Bitter und die starke Leistung von Abwehrchef Florian Schöbinger. Er war noch mehr gefordert als sonst, da sein sonstiger Mitstreiter im Innenblock, Viorel Fotache, krank fehlte. Der Ausfall des Rumänen war nicht die einzige Schwächung: Spielmacher Michael Schweikardt (grippaler Infekt) musste passen, genauso Linkshänder Djibril M’Bengue (Patellasehnenprobleme), und Kreisläufer Simon Baumgarten (Daumenverletzung) kam nur zu einem Kurzeeinsatz.

Gegen Hannover am 15. April sollen alle Spieler wieder fit

Sie alle sollen beim nächsten Heimspiel am 15. April (19.45 Uhr/Scharrena) wieder fit sein. Dann geht gegen die TSV Hannover-Burgdorf der Kampf gegen den Abstieg weiter. Acht Spiele stehen noch an. „Wir brauchen noch zwei Siege“, fordert Jürgen Schweikardt mit Blick auf das schwere Restprogramm. Erst dann können die Personalplanungen für die neue Saison konkreter werden. Definitiv fest steht inzwischen der Abgang von Linksaußen Martin Kienzle zu Drittligist TGS Pforzheim. Auch bei Kisum und Rechtsaußen Michael Spatz geht die klare Tendenz zur Trennung. Offen ist, ob Weltmeister Bitter bleibt. Schweikardt: „Bleiben wir drin, ist alles denkbar.“

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