Von links nach rechts: Albrecht Schuch, Mai Duong Kieu, Paula Beer, Barry Atsma, Désirée Nosbusch und Marc Limpach bei der Premiere. Foto: dpa/Andreas Arnold

Am Sonntag hat die zweite Staffel der TV-Serie „Bad Banks“ in der Paulskirche in Frankfurt am Main Premiere gefeiert – im Vorfeld gab es viele Diskussionen um die Bedeutung der Location.

Frankfurt/Main - Die zweite Staffel der TV-Serie „Bad Banks“ hat am Sonntagabend an umstrittener Stätte Premiere gefeiert. In der Paulskirche in Frankfurt am Main waren unter anderem die Schauspielerinnen Paula Beer und Désirée Nosbusch, sowie die hessische Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) zu Gast.

Im Vorfeld der Veranstaltung hatte sich eine Debatte um die Bedeutung der Paulskirche als Wiege der Demokratie in Deutschland entzündet. Der Ort werde zur Event-Location, kritisierten einige. Das Gebäude habe eine nationale historische Bedeutung und müsse ein würdiger Erinnerungsort bleiben. Die Paulskirche wurde 1833 als protestantisches Gotteshaus geweiht. 1848/49 tagte hier die Nationalversammlung, das erste demokratische Parlament Deutschlands.

Hunderte Bürger waren eingeladen

Der Magistrat der Stadt hatte der Aufführung in der Paulskirche zugestimmt. Hunderte Bürger waren eingeladen. Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) sagte laut Mitteilung, der Ort solle öfter für solche Veranstaltungen geöffnet werden. Auch für den Vorstoß, das Gebäude als Tagungsort für die Stadtverordnetenversammlung zu nutzen, musste der OB Kritik einstecken.

Die Serie „Bad Banks“ ist ab dem 6. Februar auf Arte und wenige Tage später im ZDF zu sehen. In den Mediatheken der Sender sind die neuen Folgen bereits abrufbar. In der Serie, die auch in der Frankfurter Finanzwelt angesiedelt ist, spielt Paula Beer die ehrgeizige Bankerin Jana Liekam.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: