Carolin Lösch ist treffsicher. Foto: Robin Rudel

Die Handballerinnen der SG Hegensberg/Liebersbronn denken schon, sie sind durch – aber sie verpassen beim Viererturnier ganz knapp den Aufstieg in die Oberliga.

„Wir müssen das noch mal genau betrachten und nachfragen, das war nicht klar ersichtlich. Es ist sehr ärgerlich“, sagte Anna Lederle, die Handball-Abteilungsleiterin der SG Hegensberg/Liebersbronn. Vor allem aber war ihr riesige Enttäuschung anzumerken. Was war geschehen: Nach dem letzten Spiel beim Vierer-Turnier um den Aufstieg in die Oberliga in Lichtenstein-Unterhausen jubelten die Berghandballerinnen schon, wurden dann aber jäh ausgebremst. Sie hatten gegen die Gastgeberinnen der SG Ober-/Unterhausen knapp mit 14:15 verloren – und gingen davon aus, dass sie durch wären. Später erfuhren sie, dass entgegen ihrer Annahme nicht das Torverhältnis, sondern wie auch sonst im Handball meistens üblich der direkte Vergleich gilt. Und plötzlich feierten die Spielerinnen von Ober-/Unterhausen.

 

„Es war komplett verdient“, hatte Trainer Ogu Nwagbara kurz zuvor im Glauben des gelungenen Aufstieges noch gesagt, „der Sieg gegen Mössingen war ausschlaggebend. So habe ich das Team noch nie erlebt, es war richtig, richtig, richtig super.“

Der Modus war ungewöhnlich: Die vier zweitplatzierten Teams der Verbandsliga-Staffeln trafen sich an einem Tag, um im Modus Jeder-gegen-Jeden mit jeweils zwei Mal 20 Minuten Spielzeit einen Aufsteiger zu ermitteln. Für die Berghandballerinnen ging es mit einem 16:12-Sieg gegen die SG KIT/MTV Karlsruhe gut los. Da sich die Spvgg Mössingen mit 20:12 gegen Ober-/Unterhausen durchsetzte, war klar, dass der Sieger des zweiten Duells zwischen Heli und Mössingen beste Karten haben würde. Und es wurde spannend. Die SG Heli lag kurz vor Schluss mit 14:16 zurück, zog nach einer Auszeit auf 17:16 vorbei, Friederike Jacobi von Wangelin traf zum 18:17 und es galt, noch 43 Sekunden zu überstehen. Es gelang.

Nach dem 15:15 zwischen Mössingen und Karlsruhe reichte den Heli-Frauen im letzten Spiel gegen die SG aus Ober-/Unterhausen, die inzwischen mit 21:13 gegen Karlsruhe gewonnen hatte, ein Remis – und sie glaubten, auch eine knappe Niederlage. Die wurde es dann: Die Berghandballerinnen verloren in einer erneut engen Begegnung mit 14:15 – jubelten und waren kurz darauf tief enttäuscht.