Spielen, Spaß haben und sich mit Wettkampf mit den anderen messen beim Gaukinderturnfest – vor zwei Jahren haben rund 700 Teilnehmer das Angebot in Renningen genutzt. Foto: Andreas Gorr

SpVgg Renningen, TSG Leonberg und WTG Heckengäu organisieren in Renningen das Gaukinderturnfest im Bezirk Gäu Schönbuch. Rund 550 Kinder haben sich für die turnerischen und leichtathletischen Wettbewerbe angemeldet.

Renningen - Schon wieder Renningen. Erst vor zwei Jahren war die Sportvereinigung Organisator des Gaukinderturnfestes im Turngau Stuttgart. An diesem Wochenende ist der Verein erneut Ausrichter einer Mammutveranstaltung. Rund 550 Kinder haben sich für das Gaukinderturnfest des Bezirks Gäu Schönbuch am Sonntag angemeldet und werden turnerische, leichtathletische und gemischte Mehrkämpfe in ihrer jeweiligen Altersklasse absolvieren. Der Grund, warum sich die Vereinsverantwortlichen nach nur zweijähriger Pause den Organisationsstress antun: Im Frühjahr hatte sich schlicht kein anderer Ausrichter gefunden. Wayne Jaeschky von der SVR-Turnabteilung und zudem Geschäftsführer der WTG Heckengäu: „Wir wollen nicht, dass diese Veranstaltung ausfällt, denn für viele der 6- bis 13-Jährigen ist das der einzige Wettkampf im Jahr, den sie haben.“ Viele Vereine kommen als Ausrichter von vorneherein nicht in Frage. Um die Veranstaltung stemmen zu können, sind zumindest ein Stadion und zwei Sporthallen nötig.

Und die entsprechende Anzahl von Helfern. Die SVR alleine hätte Schwierigkeiten bekommen, genügend helfende Hände zu motivieren. Aus diesem Grund treten erstmals die SpVgg Renningen, die TSG Leonberg und die WTG Heckengäu (Wettkampfgemeinschaft mit Turnern von SVR, TSG und TSV Gärtringen) als Ausrichtergemeinschaft auf. „Wir arbeiten ja sowieso schon zusammen, warum sollen wir das dann nicht auch in diesem Bereich tun?“, sagt Wayne Jaeschky. Die Aufgabenteilung ist klar. Die TSG Leonberg kümmert sich um die Bewirtung, die SpVgg Renningen übernimmt den Part in der Leichtathletik und die WTG Heckengäu ist für das Treiben in den Hallen verantwortlich. Etwas über 100 Helfer sind vor Ort. Den Großteil stellen die Abteilungen, knapp über 20 Eltern machen mit. Jaeschky: „Ich denke, das hat mit dem gesellschaftlichen Wandel zu tun. Viele Eltern kommen hierhin mit der Einstellung: Hier sind unsere Kinder, wann kann ich sie wieder abholen? In Zukunft werden wir die Organisation solcher Veranstaltungen möglicherweise in professionelle Hände legen müssen.“

Zudem muss auch das Gesamtkonzept der Turnfeste hinterfragt werden. Am vergangenen Wochenende ist die Veranstaltung des Bezirks Stuttgart/Filder in Stetten wegen zu geringer Meldezahlen abgesagt werden. Schon vor zwei Jahren waren beide Bezirke zusammen mit knapp über 700 Teilnehmern in Renningen zu Gast – mit deutlich geringerer Beteiligung aus dem Stuttgarter Raum. Auch diesmal wollte Wayne Jaeschky gemeinsame Wettbewerbe. Der Turngau Stuttgart, das Dach für die beiden Bezirke, entschied sich jedoch für zwei Veranstaltungen. „Wir sollten das zukünftig zusammenlegen, damit wir wieder auf Teilnehmerzahlen um die 1000 kommen“, sagt Jaeschky. Der Vorsitzende des Turngaus Stuttgart, Joachim Roth, ist jedoch überzeugt davon, dass auch zwei Veranstaltungen möglich sind. „Stetten hat sich für das kommende Jahr erneut bereit erklärt. Und wenn der Termin frühzeitig klar ist, klappt das auch.“

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