Gemischte Gefühle nach der EM: Turner Sebastian Krimmer. Foto: Getty

Die Turn-WM verlief nicht ganz nach dem Geschmack von Sebastian Krimmer. Der Stuttgarter aber hat schon neue Ziele. Vor allem den er an das Heimspiel bei den deutschen Meisterschaften.

Stuttgart - Besonders lange dauerte der Aufenthalt in der Heimat ja nicht, traurig darüber war Sebastian Krimmer deswegen allerdings nicht. Im Gegenteil: Nur wenige Stunden nach der Rückkehr von der Europameisterschaft in Sofia stieg der Turner vom MTV Stuttgart in den Flieger Richtung Zypern – und sagte: „Ich muss jetzt einfach mal raus aus der Turnhalle.“ Sieben Tage lang spannt er nun zusammen mit seiner Freundin ein wenig aus.

Der Abstand tut gut, schließlich gilt es einiges zu verarbeiten. „Ich habe die EM mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen“, sagt Krimmer. Einerseits war er froh, überhaupt wieder bei einem Großereignis an den Start gehen zu können. Nach einem Riss der Bizepssehne im August vergangenen Jahres hatte er schließlich erst lange pausieren und dann den Trainingsrückstand aufholen müssen. Dadurch verpasste er die WM 2013 in Antwerpen. Andererseits lief es in Sofia nicht wie erhofft.

In der Qualifikation fand das deutsche Team nie so richtig in den Wettkampf, schaffte aber gerade noch den Einzug ins Finale. Dann steigerte sich die Riege um Fabian Hambüchen, auch Sebastian Krimmer lieferte vor allem am Barren und am Seitpferd gute Übungen ab – doch im entscheidenden Moment patzte der 23-Jährige. Sein Wackler am Boden war noch nicht entscheidend gewesen, der Sturz am Reck aber machte alle Träume zunichte. „So ist der Sport“, sagt Krimmer nach Platz vier, „insgesamt war es keine so schöne EM für mich.“ Und dennoch eine, auf die er aufbauen will.

Die Phase des Neuaufbaus ist damit nämlich beendet, nun gilt alle Konzentration der Qualifikation für die WM im Herbst – und dem Heimspiel bei den deutschen Meisterschaften (23./24. August) in Stuttgart. „Bis dahin will ich in Topform sein und wieder angreifen“, sagt Krimmer.

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