Lukas Unger hat nicht nur am Reck geglänzt, sondern ist der beste Sechskämpfer des Wettkampfes für die WTG Heckengäu gewesen. Foto: Qingwei Chen

Die WTG Heckengäu unterliegt in der Bezirksliga gegen der MTV Ludwigsburg II mit 256,35:261,35 Punkten. Bei drei Siegen aus den verbleibenden drei Wettkämpfen hat das Team aber immer noch Chancen auf die Aufstiegsrelegation.

Renningen - Auch im zweiten Heimwettkampf hat es für die junge Riege der WTG Heckengäu nicht gereicht: Gegen den MTV Ludwigsburg II unterlag der Zusammenschluss der besten Turner aus Renningen, Gärtringen und Leonberg mit genau fünf Wertungspunkten Unterschied (256,35:261,35). „Wir wussten, dass es gegen Ludwigsburg schwer werden würde. Aber wir haben gedacht, dass wir es schaffen, wenn wir sauber durchturnen“, meinte WTG-Trainer Wayne Jaeschky.

Doch das gelang gegen den neuen Tabellenführer aus Ludwigsburg gerade nicht. Erneut war das Pauschenpferd das Problemgerät für die WTG-Turner, zudem rutschte Lovis Spiess am Barren nach der so genannten Moystemme aus dem Handstand ab und prallte auf das Gerät. „Das hat uns vier Punkte gekostet“, bedauerte Jaeschky, der dem jungen Turner jedoch keinen Vorwurf machen wollte. „So ein Ausrutscher ist tagesformabhängig.

Aus der geplanten Aufhojagd am Reck wird nichts

Nach sauberen Bodenübungen lag die WTG-Riege nach dem ersten Gerät mit 3,75 Punkten vorne. Das Pauschenpferd ging hingegen mit 5,5 Zählern Vorsprung an die Gäste. „Immerhin haben wir uns da schon verbessert, in den ersten Wettkämpfen hatten wir hier acht bis neun Punkte Rückstand“, machte Trainer Jaeschky Hoffnung. An den Ringen und beim Sprung gewannen die WTG-Turner jeweils knapp und machten insgesamt 2,85 Punkte wett. Am Barren wendete sich dann – vor allem bedingt durch den Ausrutscher von Lovis Spiess – das Blatt, dieses Gerät ging mit 5,75 Zählern Vorsprung an die Barockstädter. Aus der geplanten Aufholjagd am Reck wurde dann nichts, auch dieses Gerät ging mit dem hauchdünnen Vorsprung von 0,25 Punkten an die Gäste. „0,25 Punkte bedeutet, dass zweimal die Zehen nicht ganz sauber durchgestreckt waren“, bedauerte Jaeschky, der zudem – ebenso wie die buhenden Zuschauer – mit den Wertungsrichtern an diesem Gerät haderte. Herausragend auf WTG-Seite war Lukas Unger, der an allen sechs Geräten an den Start ging und bester Sechskämpfer im Feld war.

Noch ist die Aufstiegsrelegation nicht abgeschrieben

Nach nur einem Sieg aus den ersten drei Wettkämpfen liegt die WTG Heckengäu derzeit auf dem vierten Tabellenplatz der Bezirksliga Nord. Platz eins und zwei berechtigen zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation, bei der die Ersten und Zweiten der drei Bezirksligen sowie der Letzte und Vorletzte der Landesliga um zwei Plätze in der Landesliga kämpfen. „Mit drei Siegen aus den letzten drei Wettkämpfen gegen die schwächeren Teams der Liga haben wir noch eine Chance“, ist Jaeschky überzeugt. Sollte es jedoch nicht klappen, wäre das für die sehr unerfahrene WTG-Riege mit einem Durchschnittsalter von 16,3 Jahren nicht tragisch. „In dieser Runde würden wir den Aufstieg mitnehmen. Wir planen es aber erst nächste Saison“, so Jaeschky.

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