Maßarbeit der WTG Heckengäu: Luc Scharr präsentiert einen Tsukahara am Sprung. Foto: Lukas Weiß

Der Bezirksligist holt in Ludwigsburg mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung weitere Punkte im Rennen um die Meisterschaft. Die Zweite ist bei der Kreisliga-Konkurrenz WKG Leinfelden-Stetten erfolgreich. Beide stehen an der Tabellenspitze.

Renningen - Die Turner der WTG Heckengäu blicken auf ein erfolgreiches Wochenende zurück. Die Bezirksligamannschaft siegte deutlich in Ludwigsburg, die Zweite in der Kreisliga bei der Konkurrenz von Leinfelden-Stetten. Beide sind Spitzenreiter in ihrer jeweiligen Klasse.

Das erste WTG-Team überzeugte beim MTV Ludwigsburg II mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, was auch das souveräne Ergebnis von 291,6:242,95 Punkten widerspiegelt. Am Boden zeigte Lukas Unger eine Kür, gespickt mit hochwertigen Schraubensalti und Kraftverbindungen. Mit 14,0 Punkten wurde der 17-Jährige hier mit der Tageshöchstwertung belohnt. Und auch am Königsgerät, dem Reck, zeigte er mit 12,7 Punkten die beste Übung des Tages.

Steigerung am Zittergerät Pauschenpferd

Beim Zittergerät Pauschenpferd zeigen die Heckengäuer mittlerweile eine deutliche Steigerung im Vergleich zur Vorsaison. Nick Ackermann und Manu Tschur überzeugten hier mit je 11,3 Punkten. „Die Jungs haben sich schon wesentlich verbessert, auch dank der Tipps des Landerstrainers Rainer Schrempf. Jedoch liegt noch viel Arbeit vor uns, da die Jungs viel stabiler in der Ausführung werden müssen“, kommentierte Martin Wisser, Trainer und Kampfrichter der WTG Heckengäu.

Für eine kurze Irritation sorgte Mannschaftskapitän Lovis Spiess am Sprung. Beim Handaufsatz zu seinem Überschlag seitwärts mit Vierteldrehung und Salto rückwärts rutschte er vom Sprungtisch ab und konnte sich glücklicherweise ohne Sturz abfangen. Immerhin noch acht Punkte gaben die Kampfrichter für diesen Ausrutscher. Dieser Patzer war allerdings nur kosmetischer Natur, denn Nick Ackermann, Simon Eitel, Lukas Unger und Luc Scharr setzten nach und verhalfen zum Geräteendstand am Sprung von 47,00 zu 42,7 Punkten.

Die Wettkampfsituation beflügelt

Motiviert durch das absehbare positive Ergebnis probierte WTG-Sechskämpfer Nick Ackermann (18) an den Ringen seine schwerste Übung aus. Im Training ist die aus acht Teilen bestehende Kür noch niemals am Stück geglückt. Diesmal gelang es ihm. „Es ist wahnsinnig, wie einen solche Wettkampfsituation beflügeln kann“, freute sich Ackermann über die Tageshöchstnote an diesem Gerät.

Auch das Kreisligateam der WTG Heckengäu überzeugte auswärts bei der WKG Leinfelden-Stetten. Mit 25,25 Punkten Vorsprung erturnte sich das Team ein starkes Ergebnis von 253,45 Zählern. Einzig die Bodenwertung musste die WTG mit 1,8 Punkten Unterschied an den Gegner abgeben. Luis Weiß (16) eröffnete mit einer sauber ausgeführten Kür den Wettkampftag. Nach einer langen Verletzungspause war dies sein erster Einsatz am Boden. Besonders schwierig waren seine Schrauben- und Twistsalti und wurden vom Kampfgericht mit 13,25 Punkten belohnt. Ebenso wie bei der Bezirksligamannschaft konnte die WTG-Zweite am Pauschenpferd mit 41,3 zu 27,35 Punkten überzeugen. Mannschaftsführer Falk Engmann war zufrieden mit seinen Turnern und blickt zuversichtlich auf die kommenden Wettkämpfe.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: