Turnen Hambüchen verlässt den MTV Stuttgart

Von Marco Seliger 

Turnt künftig nicht mehr für den MTV: Fabian Hambüchen. Foto: Baumann
Turnt künftig nicht mehr für den MTV: Fabian Hambüchen. Foto: Baumann

Der Turnstar Fabian Hambüchen wechselt wie erwartet aus Stuttgart zur KTV Obere Lahn. Die MTV-Teammanagerin Claudia Krimmer spricht von einem „herben Verlust“.

Stuttgart - Der Wechsel hatte sich angedeutet, es gab nur noch eine Minimalchance auf einen Verbleib in Stuttgart – nun ist der Abgang von Turnstar Fabian Hambüchen beschlossene Sache. Der Transfer vom MTV zur KTV Obere Lahn ist perfekt. Der Wetzlarer kehrt dem Meister von 2014 nach nur einem Jahr wieder den Rücken und heuert bei seinem Ex-Club aus der hessischen Heimat an. „Das ist ein herber Verlust für uns“, sagte MTV-Teammanagerin Claudia Krimmer unserer Zeitung.

Hauptgrund für den Wechsel ist ein Interessenskonflikt zwischen dem MTV und Hambüchen – der Reck-Spezialist richtet seine Terminplanung nach den Olympischen Spielen 2016 in Rio aus, der Verein wollte sein Zugpferd so häufig wie möglich bei den Wettkämpfen dabeihaben. Das teilte Geschäftsführer Karsten Ewald seinem Star auch mit. Hambüchen fühlte sich dem Vernehmen nach zu sehr unter Druck gesetzt. Nun ist die Rückkehr zu seinem Ex-Club perfekt, wo er alle Freiheiten genießt und zudem auf etliche Freunde und alte Weggefährten trifft. Für den MTV ist der Abgang schwer zu kompensieren. Das Team soll in der nächsten Saison aus vielen starken deutschen Turnern aus der zweiten Reihe bestehen. Geschäftsführer Karsten Ewald plant die Verpflichtungen von einigen ambitionierten Athleten, zudem ist der Einsatz von ausländischen Gastturnern geplant.

Fabian Hambüchens Zukunft indes könnte trotz des Wechsels in Stuttgart liegen – der Topstar kann sich nach der Karriere eine Trainertätigkeit im Kunstturnforum vorstellen. Vonseiten des Schwäbischen Turnerbunds (STB) ist zu hören, dass Hambüchens Abgang sich nicht negativ auf ein bereits lose angedachtes mögliches Engagement auswirke.

Lesen Sie jetzt