Das Gaukinderturnfest, so wie 2011 in Hemmingen, ist für den Nachwuchs immer noch etwas ganz Besonders. Foto: Andreas Gorr/Archiv

Bärbel Vorrink (GSV Hemmingen) ist neue Präsidentin im Turngau Neckar-Enz. Die Nachmittagsbetreuung an der Ganztagesschule sieht sie als ein wichtiges Themenfeld für die Vereine.

Hemmingen - Die Aufgabe ist anspruchs- und verantwortungsvoll. Zu vertreten sind die Interessen von knapp 64 500 Mitgliedern in 129 Vereinen. Bärbel Vorrink (GSV Hemmingen) ist die neue Präsidentin im Turngau Neckar-Enz. Die bisherige Stellvertreterin tritt das Erbe von Gunter Bretschneider aus Vaihingen an, der die Geschicke des drittgrößten Turngaus im Schwäbischen Turnerbund hinter dem Turngau Stuttgart und dem Turngau Oberschwaben ein Vierteljahrhundert gelenkt hat. Bärbel Vorrink, die 1973 aus dem niedersächsischen Neuenhaus nach Baden-Württemberg übergesiedelt ist und bereits ein Jahr später Mitglied bei der GSV Hemmingen war, hat Bretschneider 17 Jahre lang als Vize begleitet. Was lag also näher, als nun den Stab an sie weiterzureichen? „Jeder war froh, dass ich gesagt habe, ich mach’ das. Und ich wollte das ja auch“, sagt die 64-Jährige, die weiterhin die Turnabteilung bei der GSV Hemmingen leitet und dort auch als Übungsleiterin aktiv bleibt.

Dem Turngau Neckar-Enz gehören aus dem Altkreis Leonberg die Vereine TSF Ditzingen, GSV Hemmingen, die 1. Fasnetgilde Hemmingen Strohgäunarren, TSV Münchingen sowie Sportplatz Münchingen an. Größter Verein bleibt nach wie vor der MTV Ludwigsburg (4073 Mitglieder), gefolgt vom SV Kornwestheim (3111) und vom TSV Bietigheim (2319).

Trotz des achtjährigen Gymnasiums und der gestiegenen zeitlichen Beanspruchung der Schüler sowie der sukzessiven Einführung der Ganztagesschule registrierten die Verantwortlichen im Turngau Neckar-Enz einen leichten Mitgliederzuwachs im vergangenen Jahr. Gerade in der Zusammenarbeit mit den Schulen sieht Bärbel Vorrink eine der wichtigsten Aufgaben, vor denen die Vereine stehen. Beim Gauturntag in Mühlacker-Enzberg wies STB-Präsident Wolfgang Drexler darauf hin, dass Schulen vom Land erstmals so ausgestattet würden, dass sie auch Leistungen einkaufen könnten. Für die Vereine heiße das wiederum, dass sie zusätzliche Übungsleiter ausbilden müssten, um Angebote an den Schulen machen zu können. Auch das Thema Volkshochschule wird die Vereine Bärbel Vorrink zufolge noch beschäftigen. Mit einigen Kursen steht die Bildungseinrichtung in Konkurrenz zu Turnabteilungen. „Es ist kein Problem, wenn die VHS Kurse anbietet, die Vereine nicht haben“ (Vorrink).

Bewältigen will die Präsidentin diese Aufgaben mit einem teilweise neuen Team. Ins Präsidium des Turngau Neckar-Enz wurden aus dem Altkreis außerdem gewählt: Monika Michalek (GSV Hemmingen) als Vizepräsidentin Finanzen, Frank Last (TSV Münchingen) als Vizepräsident Bildung und Kultur sowie Jochen Wörner (TSV Münchingen) als Vizepräsident Öffentlichkeitsarbeit.

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