Andreas Tasis: Wer am Pauschenpferd bestehen will, muss viel investieren. Foto: G. Hrivatakis

Die WTG Heckengäu will in der Landesliga vorne mitmischen. Zwei weitere Mannschaften starten in der Ende Januar beginnenden Saison im Ligabetrieb.

Renningen - Noch wird fleißig gearbeitet. Beispielsweise am Abgang vom Barren. Da soll der Doppel-Salto in der neuen Saison zum Programm gehören. Viel Zeit bleibt jedoch nicht mehr für die Turner der Wettkampf- und Trainingsgemeinschaft (WTG) Heckengäu. Am letzten Wochenende im Januar beginnt die Runde in den Ligen des Schwäbischen Turnerbundes. Die WTG, ein Zusammenschluss von SpVgg Renningen, TSV Gärtringen und TSG Leonberg stellt drei aktive Teams.

Die Saison 2015 endete für die Wettkampfgemeinschaft mit einem Doppelaufstieg beim Ligafinale in Biberach. Die Erste startet nun in der Landesliga, der sechsthöchsten Liga in Deutschland. „Wir freuen uns sehr, in der Landesliga unser Können unter Beweis zu stellen“, zeigt sich der neu gewählte Mannschaftskapitän Nick Ackermann zuversichtlich. Der 19-jährige Student wird seine Turner gegen Clubs wie den SSV Ulm, die TG Wangen-Eisenharz und das Turn-Team Heilbronn, führen. Der Kader bleibt bis auf einen Abgang unverändert. Aus Gärteingen kommen außer Ackermann die Turner Simon Eitel, Ralph Eichhorn und Lukas Unger. Lovis Spiess, Christian Marques und der erst 14-jährige Manu Tschur sind Mitglied bei der SpVgg Renningen.

Fünfmal Training in der Woche

„Die Test-Wettkämpfe im Herbst und das Trainingslager in Dornbirn haben uns gute Impulse für unsere Trainingsarbeit gegeben. Wir sind nun, Mitte Januar, startklar für die Liga“, äußert sich Trainer und Geschäftsführer Wayne Jaeschky zufrieden und zuversichtlich. Zusammen mit seinen Trainerkollegen Marcus Scheu (Leonberg), Eckart Schauerhammer (Renningen) und Martin Wisser (Gärtringen), feilt er täglich an den Elementen und Übungen seiner Schützlinge. Die Leistungsträger trainieren dabei fünf Mal pro Woche abwechselnd in Renningen, Gärtringen und Ruit. Dieses Trainingsengagement geht über das vieler anderer Vereine hinaus. Die übrigen Turner sind immer mindestens drei Mal pro Woche in der Halle.

Ziel des Aufsteigers ist, auch in der höheren Liga gleich wieder vorne mitzumischen. Die Zahlen der vergangenen Saison lassen gar keine andere Vorgabe zu. In der Landesliga erturnten die Spitzenmannschaften im Durchschnitt zwischen 280 und 290 Punkte. Die WTG Heckengäu lag mit ihren besten Ergebnissen knapp unter der 300er-Marke. Die soll in der neuen Runde erstmals geknackt werden. „Der Wettkampf entscheidet sich in der Regel am Pauschenpferd und am Reck, weil diese beiden Geräte sehr trainingsintensiv sind. Wir haben da viel investiert“, sagt Wayne Jaeschky. Boden, Sprung, Barren und Ringe sind die vier weiteren Station, die bewältigt werden müssen. Jeweils vier Turner kommen in die Wertung. Die Punkte an den Geräten werden zum Gesamtergebnis addiert. Wangen-Eisenharz und Heilbronn zählt Jaeschky zu möglichen Titelkandidaten. Das allerdings nur unter Vorbehalt. „Wir kennen die Gegner noch nicht wirklich“ (Jaeschky).

Verstärkung aus der ersten Mannschaft

Die WTG II tritt in der Bezirksliga Nord an. Die leistungsstarken Junioren und Routiniers unter der Leitung von Mannschaftsführer Falk Engmann und Kapitän Raphael Zeile werden unter anderem gegen Waldenbuch, Backnang und Ludwigsburg antreten. Mit dem 18-jährigen Luc Scharr haben sie Verstärkung aus der ersten Mannschaft bekommen.

Durch die Meldung einer dritten Mannschaft wird die Gemeinschaftsriege ihrer gestiegenen Anzahl an Jugendturnern gerecht, die erstmals in der Liga starten dürfen. Das neue Team, unterstützt durch Routinier Dirk Rudolf, wird in der Kreisliga Wettkampferfahrungen sammeln.

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