Wattwanderungen sind beliebt, aber bei auflaufender Flut gefährlich Foto: dpa

Der Rektor der Robert-Koch-Realschule in Vaihingen bestätigte am Dienstag, dass sich alle vier siebten Klassen sowie neun Lehrkräfte seiner Schule auf Föhr aufhalten. Er schätzt den Rettungseinsatz, der für die Schüler am Wochenende ausgelöst worden war, allerdings anders ein: „Die Lehrer fahren seit Jahren mit Klassen dort hin und kennen das Watt."

Stuttgart - Eine Schulklasse der Robert-Koch-Realschule in Vaihingen hat am Wochenende in Nordfriesland für Schlagzeilen gesorgt. Weil sie sich am Samstagabend bei zunehmender Dunkelheit und auflaufender Flut im Watt aufgehalten hatten, waren Feuerwehr, DLRG und Polizei zu einer Rettungsaktion ausgerückt.

Rektor Fred Binder bestätigte am Dienstag, dass sich alle vier siebten Klassen sowie neun Lehrkräfte seiner Schule auf Föhr aufhalten. Er schätzt den Rettungseinsatz allerdings anders ein: „Ich habe mit den Lehrern gesprochen. Die fahren seit Jahren mit Klassen dort hin und kennen das Watt. Die Schüler waren demnach nicht in Gefahr.“

Fakt ist, dass eine siebte Klasse nach dem Abendessen mit den Lehrern zu einem Spaziergang ans Meer aufgebrochen ist. „Um 19.45 Uhr waren sie nach Angaben der Lehrer am Strand, die Kinder haben die Schuhe ausgezogen und sind barfuß durchs Watt gelaufen“, erzählt Binder. Fünf Minuten später trafen die Rettungskräfte ein, alarmiert von zwei Beobachtern. „Das passt nicht“, so Binder, „in der Zeit können die nicht bis zur Fahrstraße der Fähre, 1,5 Kilometer weit draußen, gelaufen sein.“ Und anders als berichtet, hätten die Kinder auch nicht zurück an den Strand gelotst werden müssen, „die waren schon auf dem Rückweg“.

Am Dienstag haben die Schüler im Alter von 12 und 13 Jahren laut Binder eine richtige Wattwanderung gemacht – bei Tag, Ebbe und mit einem Führer.

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