Boris Palmer steht nach seinem Facebook-Post in der Kritik. Foto: dpa

Für seinen erfundenen Facebook-Post muss Boris Palmer von den Grünen nun harte Kritik aus der eigenen Partei einstecken. In seiner Meldung hatte er den Eindruck erweckt, als wollten Merkel und Seehofer zurücktreten.

Stuttgart - Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat sich wegen der Veröffentlichung einer falschen Eilmeldung einen schweren Rüffel von der Grünen-Landesspitze eingehandelt. Die beiden Grünen-Landeschefs Sandra Detzer und Oliver Hildenbrand sagten der „Heilbronner Stimme“ (Dienstag), die Verbreitung einer frei erfundenen Rücktrittsmeldung erinnere in Stil und Inhalt an das Repertoire von Rechtspopulisten. „Unsere Erwartung ist und bleibt, dass sich Amtsträger verantwortungsvoll verhalten - das gilt auch für ihr Kommunikationsverhalten in den sozialen Medien.“

dpa als Quelle

Palmer hatte am Sonntag, dem Tag der bayerischen Landtagswahl, mit einer auf Facebook verbreiteten Meldung den falschen Eindruck erweckt, als wollten die Vorsitzenden von CDU und CSU, Angela Merkel und Horst Seehofer, mit sofortiger Wirkung zurücktreten. Als Quelle stand unter dem Post „dpa/BP“. Erst später ergänzte Palmer, dass es sich bei der Meldung um Satire handele. Auf Bitte der Deutschen Presse-Agentur entfernte er dann auch den Hinweis auf die dpa.

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