Tübingen Die Schnellsten im Stocherkahn

Von dpa/lsw 

Erfolgreicher Kampf auf dem Neckar: Das "Team Octopus" ist Sieger des Stocherkahnrennens.

Tübingen - Sie haben erfolgreich gegen das kalte Wasser, enge Flusspassagen, andere Holzboote und den gefürchteten Lebertran gekämpft: Das „Team Octopus“ ist Sieger des Stocherkahnrennens in Tübingen. Die Mannschaft setzte sich am Donnerstag bei dem traditionellen Rennen auf dem Neckar gegen 53 andere Teams durch.

Die Octopusse waren auf der rund zwei Kilometer langen Strecke die schnellsten und sie kamen auch unbeschadet durch die als „Nadelöhr“ bezeichnete Kehre. Einige andere Boote blieben dagegen dort stecken, etliche liefen bei Regen voll. Die glücklichen Gewinner erhielten zur Belohnung neben einem 50-Liter-Fass Bier den Wanderpokal und - gemäß den Regeln - „die Ehre, am Abend die Siegesfeier auszurichten“.

Der Wettkampf zu Wasser selbst war aber wie jedes Jahr fast nur Nebensache: Die Hälfte der Mannschaften trat kostümiert zum Rennen an. Auch hier wurden Sieger gekürt: Der Kahn der Fachschaft Geowissenschaft II war wie das Luftschiff Hindenburg geschmückt, die Mannschaft in Kapitänsuniformen gekleidet. Für viel (Schaden-)Freude bei den nach Veranstalterangaben rund 15.000 Zuschauern sorgten auch die Unglücksraben, die gegen die strengen Regeln verstoßen hatten und ebenso wie die Letzten des Rennens jede Menge Lebertran trinken mussten. In diesem Jahr traf es die Alte Straßburger Burschenschaft Germania.

Das Stocherkahnrennen wird seit 1956 jedes Jahr veranstaltet - und zwar immer von den jeweiligen Verlierern des Vorjahres. Eine Strafe, die aber deutlich weniger schmerzen dürfte als der halbe Liter Lebertran, den jedes Mitglied der achtköpfigen Verlierermannschaft trinken muss.

 

 

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