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An diesem Sonntag empfängt er als Trainer von Mainz 05 den VfB Stuttgart. Den Club also, bei dem Thomas Tuchel seine Lehrjahre als Trainer absolviert hat.

Stuttgart - Fände das Spiel in Stuttgart statt, wäre es für Thomas Tuchel eine Reise in die Vergangenheit. Als Spieler war der Trainer des FSV Mainz 05 bei den Kickers aktiv, nach dem verletzungsbedingten Ende seiner Karriere jobbte er als Barmann im Szeneclub Radio Bar – und beim VfB hat er sowieso Spuren hinterlassen.

Er kam 2000, trainierte die U 14 und die U 15, 2005 führte er die A-Junioren als Co-Trainer zum Titel. Viele Gründe, weshalb es ein besonderes Spiel sein könnte, wenn die Mainzer an diesem Sonntag (15.30 Uhr/Sky und Liga Total) gegen den VfB antreten. Tuchel verbietet sich jedoch romantische Gefühle – und sagt: „Ich habe keine Skrupel, Stuttgart zu schlagen.“

Am Mittwoch (9.12) hat er sich die Partie der Roten gegen Urziceni angeschaut - und ist über die Steigerung gar nicht so traurig: "So muss ich keinen daran erinnern, dass der VfB besser ist als sein Tabellenplatz." Es sind nicht die einzigen lobenden Worte, die der Coach für die Roten findet. "Die Arbeit beim VfB hat mich beeinflusst", sagt er, "der Club war führend im ballorientierten Spiel, in der Konsequenz des Pressings und des Forecheckings. Das war eine sehr gute Schule. Beeindruckt haben mich auch das generell hohe Anspruchsdenken in allen Abläufen und der unbedingte Siegeswille, den alle Teams verkörpert haben." Kontakt hat er noch zu Sami Khedira und Serdar Tasci, der sich "brav seine fünfte Gelbe Karte abgeholt hat - wie besprochen".

Das Kuriose: Auch den neuen Trainer Christian Gross kennt Tuchel - seit einer Hospitation beim damaligen Baseler Coach. "Ich habe", sagt Tuchel, "sogar noch die Trainingsaufzeichnungen."

Mal sehen, ob ihm das etwas bringt.

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