Der Schiedsrichter Pierre Njitchuang erklärt den Kapitänen Michele Adesso (links) und Marc Schetter den Spielabbruch. Foto: Maximilian Hamm

Den Schmidenern droht nach dem Flutlichtteilausfall bei einer 6:0-Führung immer noch ein Wiederholungsspiel gegen die Stettener. Der SV Fellbach ist dem Ziel in der Verbandsliga ziemlich nahe.

Im März hatten die Fußballer des SV Fellbach die Abstiegsplätze verlassen. Noch sind sie in dieser Mammutsaison nicht am Ziel angekommen. Doch nach dem 1:1 am Freitagabend bei Calcio Leinfelden-Echterdingen, nach 34 von 38 Begegnungen, sind sie dem Ziel ganz schön nahe. Das Team um den Trainer Ioannis Tsapakidis hat sich in den vergangenen Monaten diese nun vielversprechende Ausgangslage erarbeitet. Mit 48 Punkten findet es sich jetzt auf dem achten Tabellenplatz wieder, ist damit so etwas wie der beste aller 13 Abstiegskandidaten. Noch bringt selbst dieser achte Rang keine Garantie für ein hübsches Ende all der Anstrengungen seit dem Sommer des vergangenen Jahres. Nicht wenig deutet aber

 

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darauf hin, dass in der Verbandsliga sechs oder sieben andere nach unten durchgereicht werden. Die Mannschaft des SV Fellbach kann mit dem jungen Angreifer Fabijan Domic, Torschütze in Echterdingen, oder mit dem jungen Defensivposten Matteo Binner, unserem Spieler des Tages, vielleicht schon in den Heimspielen am nächsten Samstag, 15.30 Uhr, gegen den Tabellensechsten TSV Essingen und sieben Tage später gegen die Gäste der SKV Rutesheim eine unüberbrückbare Distanz zwischen sich und all die Abstiegsplätze legen. Anschließend stehen den Akteuren des SV Fellbach auch noch die Begegnungen beim Tabellenletzten VfB Neckarrems (4. Juni) und gegen den Ligaersten FSV Hollenbach (11. Juni) bevor.

Den Fellbacher Verbandsliga-Fußballern stehen jetzt zwei Heimspiele bevor

Haris Krak, der Trainer der Landesliga-Fußballer des TV Oeffingen, hat nach der 2:4-Niederlage beim SV Leingarten am Sonntag Kritik an der Platzwahl geäußert. „Der SV Leingarten ist ein sympathischer Verein und hat eine schöne große Anlage mit Biergarten, einem Radweg und insgesamt drei Fußballplätzen, zwei mit Rasen und einen Kunstrasen. Aber dass wir ausgerechnet auf dem kleinen Trainingsrasen gespielt haben, ist ein Witz.“ Die Gastgeber hätten sich da wohl das meiste gegen die technisch womöglich stärkeren Gäste ausgerechnet, sagt der 42-Jährige. „Sie wollten verhindern, dass wir unsere schnellen Flügelflitzer einsetzen können.“ Das Endergebnis gibt den Verantwortlichen des SV Leingarten recht. Auch wenn sie den Spieler des Tages, den zweifachen Torschützen Faton Sylaj, nicht ganz ausschalten konnten – und obwohl sie trotz des Sieges voraussichtlich den Weg in die Bezirksliga antreten müssen. „Solche Spielchen allein reichen eben auf Dauer nicht, in der Klasse zu bleiben“, sagt Haris Krak.

Das Verfahren zu dem Spielabbruch in Schmiden läuft noch

Die Begegnung in der Kreisliga A zwischen den Fußballern des TSV Schmiden und den Gästen des TV Stetten war am vergangenen Donnerstag eine klare Angelegenheit. Die Gastgeber führten kurz nach der Halbzeit mit 6:0 – und wahrscheinlich wäre das Ergebnis am Ende zweistellig ausgefallen. Doch wenig später fielen zwei Flutlichter aus, der Schiedsrichter Pierre Njitchuang brach das Spiel nach einer Unterredung mit den Kapitänen Michele Adesso (TSV Schmiden) und Marc Schetter (TV Stetten) ab. Noch ist nicht klar, wie es weitergehen wird. Zwar ist am 1. Juni ein Wiederholungsspiel angesetzt, aber es ist nicht sicher, ob die beiden Mannschaften sich auch wirklich noch einmal treffen werden in dieser Saison. Der TSV-Trainer Michael Felix jedenfalls ist wenig begeistert von der Idee, werktags noch einmal antreten zu müssen. „Wie der Abend gelaufen ist, das war nicht so toll“, sagt er rückblickend. Seit dem vergangenen Sonntag und den Ergebnissen der Ligakonkurrenten können die Schmidener Fußballer auch rechnerisch nicht mehr absteigen. Das Verfahren zu dem Spielabbruch läuft noch, die Verantwortlichen des Württembergischen Fußballverbands (WFV) wollen in dieser Woche entscheiden. Nach dem Ausfall des Flutlichts bestand wohl die Möglichkeit, auf einem Nebenplatz weiterzuspielen, doch das Team des TV Stetten um den mitspielenden Abteilungsleiter Stefan Schuster lehnte ab. „Ich hoffe, dass wir uns mit den Schmidenern jetzt einigen können, nicht mehr zu spielen, wir wollen ja beide nicht mehr antreten“, sagt Stefan Schuster. Das müsste aber auch noch mit dem zuständigen Staffelleiter Gerhard Wahl abgestimmt werden.