Mehrere Ministerkandidaten Donald Trumps sind von Senatsausschüssen bestätigt worden. Foto: AP

Mehrere Ministerkandidaten des neuen US-Präsidenten haben in den Senatsausschüssen wichtige Hürden vor ihrer endgültigen Ernennung genommen – doch die Abstimmung des gesamten Senats steht noch aus.

Washington - Mehrere Ministerkandidaten von US-Präsident Donald Trump haben im Senat wichtige Hürden vor ihrer endgültigen Ernennung genommen. Der Bauausschuss bestätigte am Dienstag den früheren republikanischen Präsidentschaftsbewerber Ben Carson als Minister für Wohnungsbau und Stadtentwicklung. Auch die oppositionellen Demokraten lobten den Auftritt des früheren Neurochirurgen Carson in der Anhörung.

Der Wirtschaftsausschuss gab grünes Licht für Wilbur Ross, dem Trump das Handelsressort anvertrauen will. Der 79-jährige Milliardär spezialisierte sich auf den preiswerten Aufkauf und die Neustrukturierung bankrotter Unternehmen. Dabei kürzte er auch die Leistungen für Arbeitnehmer. Er ist ein Kritiker des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta und wirft China Protektionismus vor.

Bestätigung des Justizministers verzögert sich

Ein weiteres Senatsgremium stimmte für Trumps Kandidatin für das Verkehrsministerium, Elaine Chao. Die Tochter chinesischer Einwanderer soll die Ankündigung Trumps für Infrastrukturmaßnahmen im Volumen von einer Billion Dollar (930 Milliarden Euro) umsetzen. Chao sagte, sie hoffe, dafür private Investoren begeistern zu können. Sie war unter Präsident George H.W. Bush stellvertretende Verkehrsministerin, unter dessen Sohn George W. Bush, diente sie als Arbeitsministerin.

Der Auswärtige Ausschuss des Senats bestätigte derweil Trumps Vorschlag für den Posten der UN-Botschafterin, Nikki Haley. Sie sagte, sie unterstütze einen Umzug der US-Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem und äußerte sich misstrauisch gegenüber Russland. Die bisherige Gouverneurin von South Carolina hat indische Vorfahren.

Alle vier müssen sich noch einer Abstimmung im gesamten Senat stellen.

Dagegen verzögerte sich die Bestätigung von Jeff Sessions als Justizminister. Die demokratische Senatorin Dianne Feinstein beantragte im Justizausschuss eine Verschiebung der Abstimmung um eine Woche, weil sie noch neues Material prüfen wolle.

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