Elon Musk (links) mit US-Präsident Donald Trump bei einer PR-Aktion für Tesla vor dem Weißen Haus. Foto: Pool/AP

Teslas Umsatzrendite rutscht in den Keller. Ob der starrsinnige US-Unternehmer das Ruder noch einmal herumreißen kann, ist mehr als fraglich, meint unser Kommentator.

Es sieht ganz so aus, als hätte sich Elon Musk mächtig verrechnet. Der Absturz seiner Autofirma Tesla ist dramatisch: Vor drei Jahren lag deren Umsatzrendite im ersten Quartal noch bei 19,2 Prozent, jetzt ist sie auf 2,1 Prozent abgesackt. Kurioserweise will der Vorstand nicht einmal mehr eine Prognose fürs weitere Geschäftsjahr abgeben, weil es zu schwierig sei, den Einfluss der globalen Handelspolitik auf die Autoindustrie, die Lieferketten und die Nachfrage vorherzusagen.

 

Da kann sich der Steigbügelhalter Musk bei Donald Trump und dessen Zollkapriolen bedanken. Selbst die bemüht wohlwollende Tesla-PR-Aktion, die „sein“ US-Präsident kürzlich aufgeführt hat, ist offenkundig verpufft.


Der Protest gegen das Kettensägenmassaker, das der Unternehmer derzeit in US-Behörden verübt, ist nur einer der Gründe für den Einbruch von Tesla. Außer dem fahrenden Grobklotz Cybertruck und einem aufgefrischten Model Y hat die Modellpalette nichts Neues zu bieten. Und Teslas sogenannter Autopilot hält nicht, was der Name verspricht. Als Assistenzsystem kann er weniger als die Konkurrenz von Mercedes und BMW. Wer glaubt Musk noch, dass er schon nächstes Jahr verkehrssichere Robotaxis ohne Lenkrad auf den Markt bringen könnte?

Der Nimbus des Elektro-Pioniers ist verblasst. Derzeit gibt die Konkurrenz aus China, Korea und auch Europa den Takt vor. Dennoch darf man Musk nicht unterschätzen. Er hat schon öfter gezeigt, dass er gewaltige Aufgaben meistern kann, wenn er seine ganze Aufmerksamkeit darauf konzentriert. Allerdings deutet wenig darauf hin, dass er dazu bei Tesla wirklich noch willens ist.