In der „Trucker-Safety-Week“ deckt die Polizei zahlreiche Verstöße auf – und ertappt Lkw-Fahrer mit Handy am Steuer, fehlerhafter Beladung – oder beim Abkürzen.
Im Zuge einer europaweiten Aktionswoche hat die Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg vom 17. bis 21. November zahlreiche Verkehrskontrollen durchgeführt. Der Schwerpunkt in der sogenannten „Trucker-Safety-Week“: der gewerbliche Güter- und Personenverkehr. Die Einsatzkräfte überprüften neben der Einhaltung von Ruhezeiten und dem technischen Zustand der Lastwagen oder der Ladung auch Höchstgeschwindigkeiten, Überhol- oder Durchfahrtsverbote sowie Handy am Steuer.
Insgesamt kontrollierten die Polizeibeamtinnen und -beamte in den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg mehr als 300 Fahrzeuge – und stellten rein zahlenmäßig fast genauso viele Verstöße fest. „Das bedeutet aber nicht automatisch, dass praktisch jedes Fahrzeug beanstandet wurde“, sagt Pressesprecher Steffen Grabenstein. Vielmehr habe man häufig mehrere Verstöße bei einer Kontrolle festgestellt, zum Beispiel Gurtpflicht, Lenkzeit und Überladung.
43 Fahrer mit Handy am Steuer
Dennoch: Die Zahl ist hoch „und zeigt, dass die Polizei hier auf der richtigen Spur war“. Wegen technischer Mängel am Fahrzeug, fehlerhafter Beladung, fehlender Fahrerlaubnis oder weil die Fahrenden unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln standen, untersagte die Polizei in 21 Fällen die Weiterfahrt. Überholen trotz Überholverbot, rechts überholen, ein Rotlichtverstoß, unzulässiges Auffahren oder Verlassen der Autobahn und andere Ordnungswidrigkeiten wurden ebenso beanstandet wie nicht angeschnallte Fahrzeuginsassen. 43 Personen wurden mit Handy am Steuer erwischt.
Zu den 300 Verstößen kamen weitere Ordnungswidrigkeiten: Etwa 500 Fahrerinnen und Fahrer lenkten ihre Lastwagen trotz gesperrter Durchfahrt durch die Weströhre des Engelbergtunnels in Fahrtrichtung Heilbronn. Die Verantwortlichen erwartet nun ein Bußgeld von mindestens 100 Euro sowie ein Punkt in Flensburg.
„Dabei geht es uns bei den Kontrollen keinesfalls um das Generieren möglichst hoher Bußgelder in kurzer Zeit, wie uns das vor allem in den sozialen Medien immer gleich vorgeworfen wird“, sagt Grabenstein. Vielmehr gehe es um die Verkehrssicherheit und damit um die Sicherheit jedes Einzelnen, der sich im Straßenverkehr bewegt. „Übermüdete oder abgelenkte Fahrer, technische Mängel an den Fahrzeugen, schlecht gesicherte Ladung oder auch einfach das Ignorieren von Durchfahrtsverboten stellen immer ein potenzielles Unfallrisiko dar“, so der Sprecher.