Meist einen Schritt schneller als seine Gegenspieler: VfB-Stürmer Mario Gomez Foto: Pressefoto Baumann

Mario Gomez ist beim VfB Stuttgart in Topform. Mit seinem Doppelpack in Freiburg glänzt er vor den Augen des Bundestrainers Joachim Löw. Dennoch darf er sich mit Blick auf die WM nicht sicher fühlen.

Stuttgart - Für Mario Gomez könnte es derzeit kaum besser laufen. Sein VfB Stuttgart ist praktisch gerettet und mit seinen Toren hat er maßgeblichen Anteil daran. Jüngster Beweis: Sein Doppelpack vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw beim verdienten 2:1-Erfolg am vergangenen Freitag in Freiburg. „Wenn ich so weiter mache, bin ich in einer guten Position für den Sommer“, sagte der 32-Jährige mit Blick auf die WM in Russland. Gomez ist in Topform und das Turnier sein großer Traum - aber eine Garantie auf einen Platz im finalen WM-Aufgebot gibt es für ihn dennoch nicht.

Denn die Konkurrenz im Sturmzentrum ist groß. Löw weiß nicht erst seit Freiburg um die außergewöhnlichen Abschlussqualitäten des Routiniers. Der Bundestrainer weiß aber auch um die Dynamik und Torgefährlichkeit von Timo Werner, der als einziger Angreifer in der DFB-Auswahl derzeit als gesetzt gilt.

Aber wen nimmt Löw neben dem jungen Leipziger Stürmer mit? Drei Spieler kommen dafür aktuell in Frage: Sandro Wagner vom FC Bayern München, Lars Stindl von Borussia Mönchengladbach und eben Mario Gomez. Gomez bleibt angesichts dieser Konkurrenzsituation wenige Wochen vor dem Turnierstart gelassen. „Ich mache es einfach mit Gelassenheit und dann wird man sehen, was passiert“, sagte der 32-Jährige. Alle vier Stürmer berief Löw in sein Aufgebot für die kommenden beiden Testspiele gegen Spanien und Brasilien.

Stindl kommt wieder besser in Form

Neben Gomez scheint auch Stindl rechtzeitig zum WM-Casting wieder besser in Form zu kommen und traf beim 3:3 von Borussia Mönchengladbach gegen 1899 Hoffenheim erstmals nach über 1000 Bundesliga-Minuten wieder. Wagner dagegen ist in München hinter Robert Lewandowski zwar nicht erste Wahl, genießt bei Löw aber wie Stindl seit dem Confed Cup-Sieg im vergangenen Sommer großes Ansehen.

Der Bundestrainer schließt es auch nicht aus, Gomez und Wagner gemeinsam mit zur WM zu nehmen. „Warum sollte das keine Variante sein? Wir müssen sehen, dass wir den Kader ausgewogen besetzen“, sagte Löw. Da Gomez und Wagner nicht nur wegen ihrer Größe, sondern auch wegen ihrer Präsenz im Strafraum ähnliche Stürmertypen sind, gilt diese Variante dennoch als unwahrscheinlich. Ebenso unwahrscheinlich ist eine Rückkehr von Max Kruse, obwohl er mit Werder Bremen derzeit ebenfalls stark aufspielt.

VfB Stuttgart - Bundesliga

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