Der Bergische HC zeigt dem Team der SG Schozach Bottwartal beim 24:34 die Grenzen auf. Noch hat das Team von Hannes Diller aber die Chance auf den Zweitligaaufstieg.
Die Trommler in der ersten Reihe in der Langhanshalle in Beilstein hatten alles gegeben. Am Ende stand ein ernüchterndes 24:34 (18:27) auf der Anzeigetafel im Spiel der SG Schozach Bottwartal und dem Bergischen HC im Rennen um den Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga. „Individuell waren die Gäste auf allen Positionen besser besetzt und hatten eine überragend Torhütern“, sagt SGSB-Coach Hannes Diller.
Und dennoch wäre zumindest ein besseres Resultat möglich gewesen, wenn alle seine Spielerinnen an diesem Tag ihre Normalform abgerufen hätten. Nüchtern analysierte der Trainer die enttäuschenden 60 Minuten und nannte Fakten, die zur Niederlage geführt haben. „Wir hatten zehn gute, aber auch 50 schlechte Phasen im Spiel“, sagte Diller. Zu den schlechten zählte beispielsweise auch ein Überzahlspiel seiner Formation bei einer Zweiminuten-Strafe der Gäste in der ersten Hälfte, in der aber nicht seine Sieben, sondern die der BHC die zwei Punkte machte. Hinzu kamen diverse Fehlwürfe nach Kontern und aus aussichtsreichen Positionen.
Aber der Coach kreidete sich und seinem Trainerteam auch Fehler an. „Taktisch hat es auch nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt hatten“, sagt Diller. Und so gingen seine Frauen mit einer 10:15 in die Pause, einen Rucksack, den man über die verbleibende Spielzeit nicht mehr abstreifen konnte. Im Gegenteil. Der BHC baute seine Führung Stück für Stück am Ende auf zehn Tore aus, mit dem bitteren Endstand von 24:34.
Während sich der Bergheimer HC damit den zweiten Platz in der Qualigruppe eroberte und nur noch einen Punkt im abschließenden Spiel gegen Schwerin für den Aufstieg benötigt, müssen die SG-Frauen am kommenden Samstag ihre Partie beim Rostocker HC unbedingt gewinnen, um zumindest noch eine Chance auf den Weg in die 2. Liga zu wahren. Das gilt aber auch für den Gegner, der unbedingt gewinnen muss und ebenfalls unter Druck steht. Nicht zu unterschätzen sind allerdings die Reisestrapazen.
Hannes Diller blickt dennoch positiv nach vorn. Aufbauarbeit im mentalen und physischen Bereich muss er trotz der Pleite nicht leisten. „Wenn meine Mannschaft etwas kann, dann ist es Spiele, die nicht so gelaufen sind, schnell abzuhaken und sich auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren“, sagt der Coach.
SG Schozach Bottwartal: Brausch, Krause – Hönig (5), Däuble (6), Hees (1), Weber, Bornhardt (4), Schilling, Dierolf, Räuchle, Fabritz (3), Oral (4), Loehnig (1)