Stärkung beim Videodreh: die Jazzdance-Formation Sunsation der TGV Rotenberg Foto: Stefanie Berner

Die Jazzdance-Formation Sunsation der TGV Rotenberg will mit ihrem YouTube-Video möglichst viele Internetnutzer überzeugen und ins Finale des Trollinger Dance Contest einziehen.

Stuttgart - Sabine Berner ist in ihrem Element. Sie sitzt mit drei Tänzerinnen aus der Jazz-Dance-Formation Sunsation im Bauernzimmer des Vereinsheims der TGV Rotenberg und schwärmt von ihrem neuesten Projekt. Die 45-Jährige leitet die Jazzdance-Formation Sunsation der TGV Rotenberg. Die Mitglieder der Gruppe sind alle in Rotenberg aufgewachsen. Rund 750 Einwohner leben in der Gemeinde, die sich hoch über Stuttgart an den Rotenberg schmiegt. Der kleine Ort ist derzeit in einem ganz speziellen Wettbewerb gefordert – es geht um den Trollinger Dance Contest, an dem die Gruppe Sunsation teilnimmt. Noch bis zum 6. September kann man im Internet unter www.trollinger2punkt0.de abstimmen.

Normalerweise tritt die zwölfköpfige Formation bei Turnfesten oder Landesgymnastraden auf, jetzt kann man die Gruppe auch im Internet bewundern. 16 Teilnehmer bewerben sich um die fünf Finalplätze. Darunter ist auch noch das Stuttgarter Duo „Franzi und Sabine“. Veranstaltet wird der Wettbewerb von der jungen Initiative Trollinger2punkt0 der Württembergischen Weingärtnergenossenschaft. Fast zwei Stunden hat Sunsation vor dem Weinberg gleich hinter dem Haus von Sabine Berner getanzt und gedreht. Aus dem Filmmaterial hat Vanessa Bubeck in fünf Stunden Computerarbeit ein knapp zweiminütiges Tanz-Video für YouTube mit dem Titel „Trollinger. Leben. Lieben. Wir.“ gebastelt. Die 28-Jährige ist seit 15 Jahren bei der Formation. „Das ist kein Drill. Das macht einfach gute Laune“, sagt Vanessa Bubeck. Die schwarzen Leggins und die weinroten Shirts sollen den Charakter des Trollinger Weins symbolisieren, der für das Rotenberger Ensemble Heimat, Tradition und Genuss verkörpert. Vorgegeben waren die Musik und die Schrittfolge für den Refrain. Die Choreographie hat Sabine Berner beim mittwöchentlichen Training auf den Titel „Trollinger on the Rockz“ einstudiert, der 2014 beim ersten Trollinger Song Contest Platz zwei belegte.

Noch sind die Sunsation weit von einem vorderen Rang entfernt. „Es ist nicht einfach, wenn man gegen Gruppen aus Tanzschulen antreten muss, die ihre Leute auch besser zum Voting motivieren können“, sagt Janine Eckstein, die schon seit dem Mutter-Kind-Turnen Mitglied beim TGV ist. Doch noch ist Zeit und der Abstand auf die Finalplätze nicht all zu groß.

Eine Fachjury aus Tänzern, Musikern, Weinexperten und Journalisten wählt aus den verbliebenen Teams dann den Sieger aus, der 3000 Euro erhält. Sabine Berner wüsste schon, was sie damit finanzieren würde. „Wir würden einen Ausflug machen und bräuchten auch mal wieder neue Kostüme“, sagt die diplomierte Sportpädagogin.

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