Ein Fremder an der Wohnungstür – unangekündigt sollte er lieber draußen bleiben. Foto: dpa

Für ältere Leute müsste klar sein: Niemanden in die Wohnung lassen. Allein hat man gegen mögliche Betrüger keine Chance. Doch wie erkennt man den Bösewicht?

Stuttgart - Mal wollen sie die Wasserleitung prüfen, mal den Stromzähler begutachten, mal bitten sie um ein Glas Wasser – dabei wollen Trickdiebe stets nur das eine: unter einem Vorwand in die Wohnung älterer Menschen kommen und dort nach Wertsachen suchen. Im jüngsten Fall im Nordbahnhofviertel schaffte es ein Täter in der Maske eines angeblichen Heizungsmonteurs. Er machte reichlich Beute.

Opfer wurde eine 82-jährige Frau in der Nordbahnhofstraße. Am Mittwoch gegen 14.45 Uhr klingelte es an ihrer Wohnungstür, und draußen stand ein Unbekannter, der behauptete, dass der Hausmeister ihn geschickt habe, um die Heizung zu überprüfen. Die Frau ließ ihn in die Wohnung – und hatte allein keine Chance. Schnell war er unbeobachtet und allein in einem Zimmer – prüfte allerdings keine Heizungskörper, sondern die Aufbewahrungsorte von Wertsachen. Unbemerkt ließ er Schmuck und Bargeld im Wert von mehreren Tausend Euro mitgehen.

Lieber bei der Hausverwaltung rückversichern

„Ohne vorherige Ankündigung kommt kein Monteur vorbei“, sagt Polizeisprecher Stephan Widmann. Im Zweifel sollte man den Fremden vor der Tür lassen und sich bei der Hausverwaltung rückversichern. Auch Widmann weiß, dass dies mitunter schwierig ist, weil besonders ältere Leute sich leichter unter Druck setzen lassen. Wichtig sei aber, nicht allein zu sein, wenn Fremde etwas in der Wohnung zu tun haben.

Der Trickdieb soll etwa 30 bis 35 Jahre alt, 1,65 bis 1,70 Meter groß und schlank sein, hat schwarze, nach hinten gegelte Haare. Die Polizei stuft den Typus als südeuropäisch ein. Zur Tatzeit trug der Täter einen knielangen schwarzen Mantel und eine schwarze Hose. Zeugenhinweise nimmt die Kriminalpolizei unter der Rufnummer 07 11 / 89 90- 57 78 entgegen.

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