Der Täter (links) will sich angeblich Münzen wechseln lassen – und lässt heimlich die Geldscheine verschwinden. Foto: Polizei

„Könnten Sie mir bitte ein Zwei-Euro-Stück wechseln?“ – Eine scheinbar harmlose Frage auf der Straße, doch besonders ältere Passanten sollten ihren Geldbeutel lieber stecken lassen.

Stuttgart - Der Trickbetrug mit dem Wechseln von Münzgeld greift immer weiter um sich – und die Täter finden ständig neue Opfer. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, traf es auch einen 86-jährigen Passanten in Möhringen, der um seine Geldschein im Portemonnaie gebracht wurde. Der jüngste Fall spielte sich am Montag gegen 9.30 Uhr in einem Lebensmittelladen an der Vaihinger Straße ab, wo ein etwa 30 Jahre alter Mann den betagten Kunden fragte, ob er ihm zwei Euro wechseln könne. Der 86-Jährige wurde dabei zu einem leichten Opfer, weil er dem Täter seinen Geldbeutel zur Selbstbedienung hinhielt. Der Langfinger ließ unbemerkt 100 Euro verschwinden. Der Trickdieb soll etwa 30 Jahre alt, 1,70 Meter groß und schlank sein, hat kurze schwarze Haare, war mit einem hellgrünen Jackett bekleidet. Hinweise werden über Telefon 07 11 / 89 90 - 34 00 erbeten.

Weitere Fälle – die Täter wurden nie erwischt

Die Täter scheinen im Februar besonders aktiv zu sein. Erst am vergangenen Freitag war ein 97-Jähriger vor einem Geschäft an der Pforzheimer Straße in Weilimdorf hereingelegt worden. Am Montag vor einer Woche hatte ein Trickdieb bereits in Möhringen Erfolg. Vor einem Supermarkt an der Streibgasse bat er einen 92-Jährigen, ob dieser zwei Euro wechseln könne. Am Ende fehlten 140 Euro. Die Täterbeschreibung ähnelt dem aktuellen Möhringer Fall.

Dabei treten die Täter in der ganzen Region auf. Am Montag erschien ein Wechselgeld-Gauner sogar in einem Seniorenheim in Schorndorf (Rems-Murr-Kreis), um sich Opfer zu suchen. Dabei erbeutete er bei einer Mitarbeiterin um die 100 Euro. Weitere Fälle der vergangenen Tage spielten sich in Tamm, Vaihingen/Enz (Kreis Ludwigsburg), Fellbach, Waiblingen und Weinstadt (Rems-Murr-Kreis) sowie in Herrenberg (Kreis Böblingen) und Kirchheim/Teck (Kreis Esslingen) ab. Erwischt wurden die Täter nie.

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