Triathlon Die heiße Phase beginnt

Von nam 

Hier lässt es sich aushalten: Das Training darf deshalb trotzdem nicht  zu kurz kommen. Foto:  
Hier lässt es sich aushalten: Das Training darf deshalb trotzdem nicht zu kurz kommen. Foto:  

Die Malmsheimer Triathletin Hanna Philippin bestreitet am kommenden Wochenende den ersten Qualifikationswettkampf für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro – auf der Originalstrecke.

Renningen/Rio de Janeiro - Seit rund einer Woche ist Hanna Philippin, Triathletin aus Malmsheim, bereits in Rio de Janeiro und bereitet sich mit der Nationalmannschaft auf das Qualifikationsrennen am 2. August für die Olympischen Spiele 2016 an selber Stelle vor. Wie es ihr geht, schreibt sie in einer E-Mail an unsere Zeitung: „Nach einer entspannten Anreise – ich habe im Flieger wie ein Baby zehn Stunden lang geschlafen – ging es noch zwei Stunden lang mit dem Bus an der Küste entlang bis zum Hotel. Da es in der Stadt selbst etwas schwer ist zu trainieren, wohnen wir für die Vorbereitung etwas außerhalb. Jetzt hieß es, sich an Klima und Zeitzone anpassen. Wir haben viel geschlafen und locker trainiert, um den Körper auch an die Schwüle zu gewöhnen. Da wir uns hier im brasilianischen Winter befinden, sind die Temperaturen sogar recht angenehm, jedoch in der knalligen Sonne mehr als warm.

Mit dem brasilianischen Umfeld kann ich mich noch nicht so ganz anfreunden. Da wird einfach mal so das Internet für drei Tage abgestellt, und auch der Stromausfall vier bis fünf Mal täglich ist recht kurios. Jedoch haben wir hier in Angra dos Reis recht gute Trainingsbedingungen und können uns voll und ganz auf das Rennen am Sonntag vorbereiten und fokussieren. Leider ist es zum Radeln nicht hundert Prozent optimal, die Autofahrer sind hier nicht an Sportler gewöhnt. Einige Einheiten absolvieren wir daher auf der Rolle – mit Blick auf das Meer. Auch gegen eine Athletik-Session auf dem Steg direkt am Meer gibt es nichts einzuwenden.

Am Entlastungstag – da ging es für eine Freiwassereinheit ins Meer und danach an den Pool zum entspannen – tankte ich wieder Energie. Die anschließenden Tempoläufe haben wir wegen der Temperaturen auf den frühen Morgen gelegt. Die kurzen Intervalle waren sehr intensiv. Doch an der Küste entlang läuft es sich herrlich. Mittags Training im Wasser, danach Beine auslockern auf dem Rad. Abends folgte eine Tempoeinheit auf dem Rad. Dafür hatte unser Trainer Dan Lorang eine schöne hügelige Strecke ausgesucht, da das Rennen am Sonntag auch über einen Berg führt.

Puh, nach so einem Trainingsblock fühlt man sich zwar abends wie scheintot, jedoch geht’s mir gut, da ich weiß, dass ich fit bin. Und bis Sonntag ist nun auch noch etwas Zeit zum Erholen. Einen Ruhetag hatten wir auch – Entspannung für den Körper und für den Kopf! Jetzt beginnt die heiße Phase vor dem Rennen, die sogenannte „Taperwoche“. Es gilt, eine Balance zu finden zwischen Training, Regeneration und aktiver Regeneration.

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