Traumtor: Der Ball landet im schottischen Gehäuse – nach einem formidablen Fernschuss des Schweizers Xherdan Shaqiri. Foto: AFP/Javier Soriano

Die EM bietet erste Tendenzen. Zwei davon: Es gibt auffällig viele Weitschusstore und Eigentore. Woran das liegen könnte? Die Ursachenforschung führt teils zu den gleichen Gründen.

Bitte, selbst einer der technisch versiertesten Kicker der Geschichte (wenn nicht der versierteste), musste schon dran glauben, und das nicht nur einmal. Franz Beckenbauer hat in seiner Karriere vier Eigentore in der Bundesliga geschossen. Verbrieft ist zudem, dass der Kaiser es sogar bei seinem Abschiedsspiel 1982 in Hamburg noch mal schaffte, ins eigene Tor zu treffen – die Stadionregie verschwieg die Sache taktvoll. Und, noch eine kaiserliche Anekdote zum Thema: Torhüter Sepp Maier forderte beim FC Bayern Mitte der siebziger Jahre nach zwei Beckenbauer-Eigentoren binnen einer Woche sogar Manndeckung für den (eigenen) Libero. Das alles soll heißen: Eigentore haben neben der tragischen meist auch eine lustige Seite. Und, noch wichtiger: Sie sind nichts Neues im Fußball.