Braucht es bei diesem grandiosen Ausblick wirklich Vorhänge? Aber ja, denn sie sorgen für Wohnlichkeit im Raum. Sofas: Serie „Charles“ von B&B Italia. Foto: B&B Italia

Gardinen und Vorhänge sind für die einen das sprichwörtliche rote Tuch. Doch immer häufiger triumphiert die Wohnlichkeit über die nackte Form. Eine Enthüllungsgeschichte über das unterschätzte Stilelement Stoff.

Zeitgenössische Architektur charakterisiert in den meisten Fällen klare, lineare Formen und große, häufig bodentiefe Fenster. Zudem werden Materialien wie Stein und Beton als stilgebende Elemente eingesetzt. Räume, die zunächst grandios aussehen, erweisen sich nach dem Einzug bisweilen aber oft als zu kühl und ungemütlich. Auch zeigt sich in vielen urbanen Häusern und Stadtwohnungen, dass sich die Bewohner vor allem abends nach einem Sichtschutz sehnen.

Doch verträgt sich eine moderne Architektur überhaupt mit klassischen Vorhängen? „Ja, auf jeden Fall“, erklärt Barbara Benz, Geschäftsführerin des Einrichtungsunternehmens architare und ausgewiesene Textilkennerin. Auch die moderne Bauweise vertrage Vorhänge. Sie sind oft sogar elementar. Denn gerade wenn Stoffe die klaren Linien unterstützend brechen, können sie ein spannungsreiches Gesamtkonzept unterstützen. „Und es gibt nichts Schöneres als das Schattenspiel, das das Licht in den Raum zaubert,“ schwärmt Benz.

Stoffe sind Alleskönner

Hinzu kommt: Stoffe besitzen viele Fähigkeiten. Sie verleihen Räumen nicht nur Behaglichkeit, sie nehmen auch dem Licht das Grelle, schützen vor Hitze und Kälte und können akustisch kleine Wunder bewirken. Das gilt besonders im Office- und Objektbereich. Stoffe mit einer besonderen Gewebekonstruktion können außerdem die Schallausbreitung verhindern und sogar den Raumlärm um einige Dezibel verringern – solche Schallvorhänge eignen sich perfekt als Raumteiler im Open-Space-Büro. architare arbeitet deshalb bei seinen individuellen Office-Lösungen gerne und vermehrt mit funktionalen Stoffen.

Muster oder Uni-Stoffe?

Moderne Architektur verträgt natürlich auch Muster und Farbe. „Dabei spielt jedoch immer das persönliche Empfinden des Kunden die wichtigste Rolle“, so Barbara Benz. „Unsere Einrichtungsberater haben das Gespür, welche Muster und Farben gut zusammenpassen. Sie unterbreiten unseren Kunden innovative und bisweilen auch ungewöhnliche Lösungen.“ Und wer auf Muster und Farbe verzichten möchte, wählt einfach Weiß, Crème oder ein neutrales Grau. Das funktioniert immer.

In der Bilderstrecke, zeigt das architare Team: Vorhänge und moderne Architektur sind ein „perfect match"!

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