Bevorzugt klare Positionen: Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann Foto: Lichtgut

Herausragende Persönlichkeiten ganz nah – das bietet der Treffpunkt Foyer der „Stuttgarter Nachrichten“. Am 14. November zu Gast: Kultusministerin Susanne Eisenmann. Als CDU-Spitzenkandidatin fordert sie bei der Landtagswahl 2021 den grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann heraus.

Stuttgart - Herausragende Persönlichkeiten ganz nah – das bietet der Treffpunkt Foyer der „Stuttgarter Nachrichten“. Nächster Gast ist am 14. November Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann. Bei der Landtagswahl im März 2021 ist sie Spitzenkandidatin der CDU und Herausforderin des grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann. Wofür steht Susanne Eisenmann? Christoph Reisinger, Chefredakteur der „Stuttgarter Nachrichten“, fragt nach. Erleben Sie mit den „Stuttgarter Nachrichten“ Susanne Eisenmann exklusiv – am 14. November im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist notwendig.

Machen ist Trumpf

Susanne Eisenmann freut sich gerne – an Menschen, die etwas bewegen, an Dingen, die sich bewegen, an Themen, die sich entwickeln. Und sie lässt sich ungern aufhalten – nicht im gerne stürmischen Schritt, nicht, wenn sie im politischen Geschehen eine offene Flanke der Gegenseite wittert, und schon gar nicht, wenn es gilt, die besonderen Qualitäten Baden-Württembergs und künftige Herausforderungen für das Land zu skizzieren.

Harte Gegnerin

Aber nicht nur politische Beobachter wissen: Susanne Eisenmanns Lachen kann abrupt enden, ihr Lächeln kann erfrieren. „Wieso?“ Fordernd kommt ihre Entgegnung auf einen von ihr nicht geschätzten Einwand, und mit ihrem „Das sehe ich überhaupt nicht so“ verbindet sich zumeist eine Kaskade an Zahlen und argumentativ eingebetteten Eckdaten ihrer eigenen Sicht.

Für welche Ziele steht Susanne Eisenmann?

Immer in der Offensive – diese Skizzierung über Eisenmann hat sich fast verselbstständigt. Aber stimmt sie auch? Und wenn – was treibt Susanne Eisenmann an? Für welche Grundsätze steht sie? Für welche Ziele? Und was bedeuten diese Ziele für Baden-Württemberg? Über diese und andere Fragen wird Christoph Reisinger, Chefredakteur unserer Zeitung, mit Susanne Eisenmann sprechen. Am Donnerstag, 14. November, ist die Kultusministerin und CDU-Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl im März 2021 Gast beim Treffpunkt Foyer unserer Zeitung in der König-Karl-Halle im Haus der Wirtschaft in Stuttgart.

Vehement streitet sie für ihre Position

Als erste Frau will Eisenmann das Land politisch lenken. Doch kann sie Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der für die Grünen erneut antritt, aus dem Regierungssattel heben? Aus jetziger Sicht eine Herkulesaufgabe. „So?“ Es ist eine typische Eisenmann-Erwiderung. Kurz rückt sie dann ihren meist kragenlosen Blazer zurecht – Signal für den nächsten Anlauf. Und der kann es in sich haben. Vehement streitet Susanne Eisenmann für ihre Position. Und doch verblüfft sie Weggefährten und Beobachter immer wieder mit einer für sie offenbar eisernen Regel: Man kann sich für eine Position, für ein Thema, für eine Einrichtung verkämpfen – aber die gleiche Position, das gleiche Thema, die gleiche Einrichtung muss darauf gefasst sein, jederzeit hart befragt zu werden.

Engagement ja, Verschwisterung nein

Engagement ja, Verschwisterung nein – mit dieser Position hatten und haben die Initiatorinnen und Initiatoren von Gemeinschaftsschulen ebenso zu kämpfen wie die Verantwortlichen der Stuttgarter Erstligateams TVB Stuttgart 1898 (Handball) und Allianz MTV Stuttgart (Volleyball). Wesentlich Susanne Eisenmann gab als Stuttgarter Sportbürgermeisterin Rückendeckung für das Projekt Scharrena, die Sporthalle im Bauch der Mercedes-Benz-Arena. Und wesentlich Eisenmann gibt als Sportministerin des Landes dem Spitzensport in der Landeshauptstadt keinen Sonderstatus. Auch nicht dem VfB Stuttgart, obgleich sie dem Club doch seit früher Jugend verbunden ist.

Wie geht es weiter in den Schulen im Land?

Lustvoll, so scheint es mitunter, wahrt sie im jeweiligen Amt Distanz. Die Rote Karte für Doping im Radsport bei der Straßenweltmeisterschaft 2007, die Gelbe Karte für die Kulturschaffenden in der Debatte über Förderrichtlinien in der Landeshauptstadt – als Bürgermeisterin zeigt Eisenmann bis 2016 gerne klare Kante. Und als Ministerin? Den Leistungsgedanken in den Schulen will sie fördern – über alle Schularten hinweg. Ist diese Position haltbar? Auch dazu wird Susanne Eisenmann beim Treffpunkt Foyer am 14. November Antworten geben müssen.

Das Autoland muss sich neu erfinden

Schon aber gibt es neue Herausforderungen: Das Autoland Baden-Württemberg muss sich neu erfinden, der Exportmotor Baden-Württemberg muss neu justiert werden. Kann die Landespolitik dabei helfen – und: Soll sie überhaupt helfen?

Unterstützung durch CDU-Landeschef Thomas Strobl

Susanne Eisenmann weiß: Im Flächenland Baden-Württemberg ist es fahrlässig, diese Themen nur aus der Perspektive der Metropolregion Stuttgart zu betrachten. Und so ist sie auf einem Veranstaltungsmarathon durch das Land. Das imponiert auch Thomas Strobl. Der CDU-Landesvorsitzende und stellvertretende Ministerpräsident hat Eisenmann 2016 gegen manche Widerstände in der eigenen Partei in das Kabinett der Koalition aus Grünen und CDU geholt. Und Strobl hat Eisenmann im Mai auch als Spitzenkandidatin für die Landtagswahl im März 2021 vorgeschlagen. „Susanne Eisenmann“, sagt der Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration, „hat meine ganze und ungeteilte Unterstützung.“

So können Sie dabei sein

Was? Treffpunkt Foyer mit Susanne Eisenmann, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg und Spitzenkandidatin der CDU bei der Landtagswahl im März 2021.

Wo? Der Treffpunkt Foyer mit Susanne Eisenmann findet in der König-Karl-Halle im Haus der Wirtschaft in Stuttgart am 14. November (Willi-Bleicher-Straße 19) statt. Beginn ist um 19 Uhr (Einlass 18.15 Uhr).

Wie? Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nötig – unter www.stn.de/treffpunkt. Angaben zu unseren Datenschutzbestimmungen finden Sie unter www.stn.de/datenschutz.

Wer? Das Podiumsgespräch mit Susanne Eisenmann moderiert Christoph Reisinger, Chefredakteur unserer Zeitung. Haben Sie Fragen an Susanne Eisenmann? Gerne sammeln wir diese – unter nikolai.forstbauer@stuttgarter-nachrichten.de.

Das ist Susanne Eisenmann

1964 geboren in Stuttgart-Bad Cannstatt, wächst in Stuttgart-Heumaden auf. Mit 16 Jahren tritt sie 1980 der Jungen Union bei. An der Universität Stuttgart studiert sie Germanistik, Linguistik und Politikwissenschaft.

1990 schließt sie ihr Studium ab. Zugleich wird sie Bezirksbeirätin in Stuttgart-Sillenbuch.

1991 wird sie Büroleiterin des damaligen Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, Günther Oettinger, 1993 wird sie in den Stuttgarter Gemeinderat gewählt.

2005 wird sie zur Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Sport der Landeshauptstadt Stuttgart gewählt.

2016 holt der CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl Eisenmann nach der Landtagswahl am 13. März 2016 als Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in das Kabinett der Landesregierung aus Grünen und CDU.

2019 schlägt CDU-Landeschef Thomas Strobl, der als Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration auch stellvertretender Ministerpräsident Baden-Württembergs ist, Susanne Eisenmann als Spitzenkandidatin für die Landtagswahl 2021 vor. Beim CDU-Landesparteitag am 27. Juli wird sie von ihrer Partei mit 95 Prozent der Stimmen gewählt.

Susanne Eisenmann ist verheiratet mit Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung, und lebt in Stuttgart.

Bereits am 29. Oktober: Treffpunkt Foyer mit Matthias Reim

Gegensätze sind Trumpf beim Treffpunkt Foyer, und so gilt unsere Aufmerksamkeit nach der Diskussion über die Zukunft des Motorsports vor einigen Wochen und vor dem Abend mit Susanne Eisenmann der Musikbranche. „Schlager – Boom ohne Grenzen?“ ist das Thema am Dienstag, 29. Oktober. Gäste in der Liederhalle Stuttgart sind Schlagerstar Matthias Reim und die Newcomerin Julia Lindholm. „Ich bringe meine Gitarre mit“, verspricht Matthias Reim. Julia Lindholm spielt in den digitalen Kanälen schon jetzt vorne mit. Wir fragen: Wie sieht die Generation Youtube die rasanten Veränderungen der Branche? Gibt es einen Schlager 4.0? Treffpunkt Foyer mit Matthias Reim und Julia Lindholm am 29. Oktober in der Liederhalle Stuttgart (Mozartsaal). Beginn ist um 19.30 Uhr (Einlass 18.45 Uhr). Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist notwendig: www.stn.de/foyer. Moderiert wird der Abend von „Stuttgarter Nachrichten“-Titelautor Nikolai B. Forstbauer.

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